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Museum „Leben am Meer“ Ausstellung zu Sara Oppenheimer eröffnet in Esens

Esens - „Sara Oppenheimer – aus Esens in die Welt“ ist der Titel der neuen Sonderausstellung des Ökumenischen Arbeitskreises Juden und Christen in Esens. Sie wird vom 14. August bis zum 20. Oktober, dienstags bis sonntags, von 10 bis 17 Uhr im Museum „Leben am Meer“ in der Esenser Peldemühle zu sehen sein.

Der Lebensweg der schüchternen Gesangsschülerin aus Esens zur berühmten Opernsängerin über die Stationen Leipzig, Frankfurt, Köln und Mainz mag nach heutigen Maßstäben nicht die Welt bedeuten. Doch Ende des 19. Jahrhunderts war er so außergewöhnlich wie beschwerlich für ein junges Mädchen aus der Provinz. Diesen Lebensweg, eingebettet in die politische Lage der damaligen Zeit, zeigt die aktuelle Sonderausstellung des Ökumenischen Arbeitskreises im Museum „Leben am Meer“.

Museen kooperieren seit Jahren

„Sara verbindet die Museen“, sagt Anke Kuczinski. Thematisch gehöre die umfangreiche Ausstellung eigentlich in das August-Gottschalk-Haus, so die Museumsleiterin weiter. Der Entschluss, in der Mühle auszustellen, war jedoch schnell gefasst, da beide Museen seit Jahren erfolgreich kooperieren und die Geschichte Oppenheimers ebenfalls ein Teil der Esenser Stadtgeschichte ist, die im Museum „Leben am Meer“ beleuchtet wird.

Eine weitere Besonderheit der Ausstellung ist, dass sie die erste ihrer Art ist, die in Zusammenarbeit mit der Museumsakademie „Musealog“ – inhaltlich durch Projektmitarbeiterin Anna Domdey – konzipiert wurde. Die grafische Umsetzung erfolgte schließlich durch Werner Adden und Clara Heidinger vom Museum „Leben am Meer“ und durch die Musealogin Katharina Habben.

Alteingesessene jüdische Familie aus Esens

Sara Oppenheimer war eine bekannte Opernsängerin ihrer Zeit. Als junge Frau brach sie aus ihrem ländlich geprägten Umfeld aus und schaffte den Sprung an das renommierte Konservatorium in Leipzig. Dort entwickelte sie ihre Stimme mit Mut und Entschlossenheit und etablierte sich als Berufsmusikerin am Stadttheater Frankfurt/Main. Ihre festen Engagements ermöglichten ihr ein eigenes Einkommen, dennoch musste sie sich als Frau gegen Vorurteile durchsetzen. Ihre geniale Auffassung und Darstellung sowie ihre innere Hingabe fanden große Anerkennung. Nach ihrer Heirat engagierte sie sich als Sara Wolf-Oppenheimer in Mainz für die Mainzer Liedertafel und für die Frauenarbeitsschule. Die Künstlerin stammte aus einer alteingesessenen jüdischen Familie aus Esens. Die Stadt würdigte ihr Leben und Wirken erstmals, indem sie 2014 eine Straße nach ihr benannte. Seit Oktober 2021 erinnert der frauenORT Sara Oppenheimer als 43. frauenORT in Niedersachsen und als erster frauenORT im Harlingerland an die in Esens geborene jüdische Opernsängerin.

Abschluss des Festjahres

Mit der Eröffnung der Ausstellung „Sara Oppenheimer – aus Esens in die Welt“ am Samstag, 13. August, schließt der Ökumenische Arbeitskreis Juden und Christen in Esens das Festjahr ab. Die Reise um Sara Oppenheimer ist an dieser Stelle aber noch nicht zu Ende. Im Herbst 2023 wird die Ausstellung in der Kulturetage des Strandportals Bensersiel zu sehen sein und dauerhaft im Programm der Esenser Stadtführer ist eine Führung zu den wichtigsten Lebensstationen der Sängerin in Esens.

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