Blomberg - Was haben Blumen mit dem Namen Blomberg zu tun, was hat es mit dem Linienweg auf sich und wie haben die Einwohner früher ihre Post bekommen? Das und mehr über die Gemeinde ist in der Chronik zu lesen. Nun ist die 4. überarbeitete Auflage erschienen, die es zu kaufen gibt.
Friedrich Oelgeschläger, früherer Lehrer in Blomberg, hat sich der „Chronik der Gemeinde Blomberg“ von 1960 bis 1966 gewidmet und hat mit seinen handschriftlichen Aufzeichnungen vor allem in altdeutscher Schrift die Grundlage für dieses Buch geschaffen. So heißt es im Vorwort.
Bürgermeister Werner Ihnken, Dr. Heiko Klaaßens und Herbert Böök sind froh über die neue Auflage, die 230 Seiten hat und mit 200 Exemplaren gedruckt wurde. Die erste Auflage erschien 1996 mit 355 Exemplaren. „Das war ein kleines Wagnis“, sagt Dr. Heiko Klaaßens, der die Original-Aufzeichnungen von Friedrich Oelgeschläger einst rettete. Aber er erzählt, dass das Buch gut angenommen und als Geschenk verschenkt wurde.
Kontakt zu Älteren
Jetzt wurde das Buch von Herbert Böök überarbeitet. So hat er die Fotos mit Bildunterschriften versehen, damit der Leser direkt weiß, was auf den Bildern zu sehen ist, etwa Häuser wie die Schule und die Kirche. „Wir haben das angepasst, damit es gut zu sehen ist“, sagt der engagierte Blomberger. Auch die Karten, die über zwei Seiten gehen, seien nun besser erkennbar.
„Wir haben jahrelang darüber nachgedacht“, sagt er über die Neuauflage und ist auch ein klein wenig stolz, sie in den Händen zu halten. Die Idee sei in einer Ratssitzung entstanden, sagt Ihnken. „Als Bürgermeister habe ich Kontakt zu älteren Leuten“, findet er. Die Bilder, die er bei Besuchen dort sehe, seien interessant für die Chronik.
So sei sein Interesse an einer Neuauflage geweckt worden, und auch der Wunsch einiger Bürger sei immer mal wieder an ihn herangetragen worden.
Böök erzählt, dass er Kontakt mit den Erben von Annemarie Oelgeschläger, Nachfahrin von Friedrich Oelgeschläger, aufgenommen hatte. So konnte er dieses Jahr für die Gemeinde Blomberg die uneingeschränkten Nutzungsrechte erwerben. Dadurch konnte der Nachdruck entstehen und die weitere Nutzung durch die Gemeinde sichergestellt werden.
Buch gibt es zu kaufen
Blomberg hat heute knapp unter 2000 Einwohner, wie Ihnken sagt. Früher war Blomberg eine Moorkolonie, heute ist sie eine moderne Gemeinde. Zuerst bewohnt wurde der Ort von Siedlern übrigens vor etwa 250 Jahren. 2024 wird die eigenständige Gemeinde 175 Jahre alt.
Böök spricht bei der Chronik von einem „hervorragenden Zeitdokument“. Das möchten wir gerne fortschreiben, sagt er. Klaaßens, Ihnken und er rufen nun auf: Wer ist Zeitzeuge oder wer hat Fotos oder Dokumente von früher? Jeder, der dazu beitragen kann, dass die Chronik ab 1966 weitergeschrieben wird und Lücken gefüllt werden, gerne auch zur Feuerwehr, dem Schützen- und Sportverein, darf sich melden. Böök bittet auch darum, dass alte Fotos und Bücher bei Haushaltsauflösungen nicht weggeworfen, sondern aufbewahrt werden. Er schaut sich den Nachlass gerne an. Auch sollen Dokumente digitalisiert und eine Fotodatenbank erstellt werden.
Wer etwas weiß oder wer das neue Buch kaufen möchte, darf sich gerne melden bei Werner Ihnken unter gemeinde-blomberg@ewetel.net, in der Linden-Apotheke bei Dr. Heiko Klaaßens oder bei Herbert Böök unter Tel. 04977/821. Bei den Initiatoren können auch Dokumente abgegeben werden. Auf Anfrage können auch Bücher zuzüglich Versandgebühren verschickt werden. Das Buch kostet 15 Euro und wurde von der Gemeinde Blomberg im Selbstverlag herausgegeben und bei der Druckerei & Verlag Enno Söker in Esens gedruckt.
