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Tourismus in Neuharlingersiel Kurpark zwischen Ortsdurchfahrt und Seedeich fertiggestellt

klaus Händel

Neuharlingersiel - „Ohne Mängel“, erklären der Geschäftsführer des Kurvereins Neuharlingersiel Andreas Eden und der Technische Leiter Thomas Knak nach der Bauabnahme des neuen Kurparks zwischen umgestalteter Ortsdurchfahrt und Seedeich. Corona-bedingt und aufgrund zwischenzeitlich fehlenden Baumaterials hat sich die Fertigstellung verzögert. Die Kosten steigen von 2,3 auf 2,5 Millionen Euro.

Dafür entstanden ist ein bewusst offen gestalteter Kurpark, der das Campingplatzgelände mit dem Badewerk verbindet, aber nicht nur Camper, sondern alle Urlaubsgäste und auch Einheimische zum Verweilen einlädt.

400 Quadratmeter Campinggelände

Zentrales Gestaltungselement ist ein größerer zweiter Kurparksee mit einem begehbaren Wasserbauwerk in der Mitte. „Die Idee dazu hatte unser Technischer Leiter Thomas Knak“, sagt Geschäftsführer Andreas Eden. Um Badewerk und Campingplatz zu vereinen und die Idee umzusetzen wurden 4000 Quadratmeter Fläche vom Campinggelände an den Kurpark abgegeben. Ein auf dem Campingplatz beginnender Holzbohlenweg bildet die direkte Verbindung zwischen Campingplatz und Badewerk. „In Planung ist, beides in Pauschalen für unsere Thalassoangebote zu vermarkten“, sagt der Geschäftsführer.

Schon vor der offiziellen Bauabnahme habe der neue Kurpark mit Seebauwerk die Blicke auf sich gezogen – sowohl vom Seedeich als auch von der neuen Ortsdurchfahrt aus. Neuharlingersiel-Gäste wollen ihren Augen nicht trauen. Scheint es doch so, als säßen einige komplett bekleidete Personen mitten im See. Doch der Schein trügt: Die Personen haben das Seebauwerk trockenen Fußes über eine sich in den See neigende Rampe erreicht.

Um den See herum ranken sich eine noch zarte Uferbepflanzung, eine neue Wegeführung, Sonnenliegen, Ruhebänke und ein stufenförmig angelegter Bereich zum Verweilen direkt an der Wasserkante. Auch ein Fitnessgerät für Senioren steht bereit.

See soll wie ein Hafengenutzt werden

Letzte Anpflanzungen, darunter zahlreiche größere Bäume, sind für den Herbst vorgesehen. Eine angedeutete Kaimauer mit Reibepfählen (Dalben) zum Festmachen von Schiffen lässt eine weitere Besonderheit des Kurparks erkennen. „Wir wollen den See als eine Art Hafen nutzen. Dazu sollen drei Plattbodenschiffe, wie sie früher in den Wattengebieten zum Fang der Nordseegarnelen genutzt wurden, im Kurparksee festmachen und Gästen zur Übernachtung angeboten werden“, erklärt Andreas Eden. Ein erstes Schiff vom Typ Zeeschouw mit Namen Pandeon werde zu diesem Zweck im Bauhof umgerüstet und soll Ende September/Anfang Oktober von dort in den Kurpark überführt werden.

Offizielle Eröffnungist noch in Planung

Noch nicht umgesetzt ist der Bau von neun kleinen Fischerhäuschen, unterteilt in vier Bereiche im Halbrund um die Südseite der Seeanlage herum. Einmal drei und dreimal zwei Häuschen mit einer maximalen Nutzfläche von bis zu 47 Quadratmetern auf zwei Ebenen sollen jeweils aneinander stehen. Eine Sichtachse von der Ortsdurchfahrt in den Kurpark hinein soll frei bleiben und neugierig machen. Wann mit dem Bau dieser Fischerhäuschen begonnen werden soll, ist noch offen. Eine baldige offizielle Eröffnung des neuen Kurparks im Thalasso-Nordseeheilbad Neuharlingersiel sei aber in Planung, betont Andreas Eden.

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