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Ausbau für sechs Millionen Euro OOWV erweitert die Kläranlage in Esens

Klaus Händel
Stellten den geplanten Aus- und Umbau der OOWV-Kläranlage in Esens vor: v. l. Christoph Kraft, Jan Kowalewsky, Reiner Ballmann, Gerold Eiben und Gert Gellmers.

Stellten den geplanten Aus- und Umbau der OOWV-Kläranlage in Esens vor: v. l. Christoph Kraft, Jan Kowalewsky, Reiner Ballmann, Gerold Eiben und Gert Gellmers.

Klaus Händel

Esens - Der Oldenburgisch-ostfriesische Wasserverband (OOWV) plant die Modernisierung und den Ausbau der Kläranlage in Esens von derzeit 20 000 auf 25 000 Einwohnerwerte. Das erklärte Christoph Kraft, OOWV-Regionalleiter für die Landkreise Friesland und Wittmund im Beisein von Jan Kowalewsky, Leiter der OOWV-Kläranlagen Esens, Neuharlingersiel, Spiekeroog, Moorweg und Altharlingersiel sowie Reiner Ballmann, Anlagenkoordinator in Esens, OOWV-Projektingenieur Gerold Eiben, Gert Gellmers (Büro Thalen) und OOWV-Pressereferent Matthias Wittschieben.

Saisonale Schwankungen

Die voraussichtlichen Kosten für den Aus- und Umbau betragen fast sechs Millionen Euro. Dafür stellt der Wasserverband die Entsorgung in der Region der Samtgemeinde Esens sicher. Ausgenommen davon ist die Gemeinde Neuharlingersiel. Dort gibt es eine eigenständige Kläranlage.

„Ausgangspunkt von Modernisierung und Ausbau waren die Wünsche der Samtgemeinde Esens und der Mitgliedsgemeinden Moorweg und Dunum“, sagt Christoph Kraft. Dafür gebe es verschiedene Gründe: Zum einen gehe die letzte Ertüchtigung der Kläranlage bis in die 1990er-Jahre zurück, weshalb die jetzt geplante Erweiterung mit einer technischen Modernisierung einhergeht.

Zum anderen müssten die durch den Tourismus bedingten saisonalen Schwankungen bei den Einwohnerwerten ausgeglichen werden – im Sommer Volllast, im Winter Teil- beziehungsweise Minimallast. Hinzu komme die Anbindung weiterer Einleiter, in Besonderem in den Gemeinden Moorweg, Dunum und Teilen von Stedesdorf.

Um den Wünschen der Kommunen sowie den heutigen Anforderungen an eine hocheffiziente Kläranlage gerecht zu werden, werden ein Vorklärbecken, ein Denitrifikationsbecken (eine Stufe der biologischen Reinigung), ein Sandfang sowie ein Gebäude für die mechanische Vorreinigung und die mechanische Schlammverdickung neu gebaut. Ferner werden Lüftung und Gebläse im Belebungsbecken ausgetauscht. Flächen zu erneuerbarer Energie wie beispielsweise Photovoltaik sollen geprüft werden.

„Und schließlich sollen alte Anlagenteile und Gebäude zurückgebaut werden“, sagt Eiben.

So soll die OOWV-Kläranlage Esens nach dem Aus- und Umbau von 20.000 auf 25.000 Einwohnerwerten aussehen. Vorteil für die Nachbarn: Geräusche und Geruch werden minimiert. GRAFIK: OOWV

So soll die OOWV-Kläranlage Esens nach dem Aus- und Umbau von 20.000 auf 25.000 Einwohnerwerten aussehen. Vorteil für die Nachbarn: Geräusche und Geruch werden minimiert. GRAFIK: OOWV

Baubeginn Anfang 2025

Die Anfahrt der Baufahrzeuge zur Anlage soll aus Rücksicht auf die Anwohner möglichst über eine separate Zufahrt über die Seilerstraße im Gewerbegebiet Esens-Ost (GEO) erfolgen. Der Zeitplan sieht folgende Eckpunkte vor: die Ausschreibung im Sommer 2024, die Vergabe im Herbst 2024 und den Baubeginn Anfang 2025. Die voraussichtliche Bauzeit werde zwei Jahre betragen, hieß es. Die Baubegleitung liegt in den Händen von Thalen Consult.

„Mit der Investitionssumme von fast sechs Millionen Euro hoffen wir natürlich, dass sich möglichst Unternehmen aus der Region beteiligen“, sagt Christoph Kraft. Durch den Aus- und Umbau sowie neue Technik erhielten die Mitarbeiter und der OOWV die Chance eines Wissenstransfers speziell im Bereich der Rohrleitungs- und Elektropläne. Baulich werde die Kläranlage Esens auf die vierte Reinigungsstufe vorbereitet. Zwar werde sie zurzeit erst ab 100 000 Einwohnerwerten vorgeschrieben. Doch so sei man zukunftssicher aufgestellt, falls sich die gesetzlichen Vorgaben ändern sollten.

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