Esens - Der Esenser Ortseingang – aus Richtung Hartward gesehen – verändert sein Gesicht: Auf der einen Seite der Straße wächst das Neubaugebiet an der Sterburer Flage unweit des Nordorfer Wegs; auf der anderen Seite laufen die Bauaktivitäten auf einem Areal, das im Umfeld der früheren Kultgaststätte „Zur alten Schmiede“ unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird.
Dominant ist hier der Neubau der Unternehmensgruppe Pflegebutler mit Sitz in Friedeburg, die hier einen Wohnpark für Betreutes Wohnen mit integrierter Tagespflege und ambulante Betreuung unter einem Dach vereint. „Das Vorhaben liegt voll im Zeitplan. Am 26. August feiern wir ein kleines, wenn auch recht spätes Richtfest“, berichtet Pflegebutler-Geschäftsführer Heiko Friedrich. Baulich sei man dann viel weiter, aber wegen andere Hauseröffnungen in den Sommer-Wochen habe man als Bauherr keinen früheren Termin gefunden.
Eröffnung in einem Jahr
Friedrich rechnet mit einer 15-monatigen Bauzeit für seine 5,3 Millionen-Euro-Investition. „Pflegebutler sieht hier 32 Appartements von jeweils 30 Quadratmetern Größe vor sowie 40 Plätze für die Tagespflege. Es sollen 40 neue Arbeitsplätze geschaffen werden“, sagt der Geschäftsführer. Er rechnet mit einem Einzugsgebiet aus der gesamten Samtgemeinde Esens; die Eröffnung ist für das Frühjahr / Frühsommer des kommenden Jahres geplant.
„Als zentrale Zuwegung von der Hartwarder Straße wird gerade die Erschließungsstraße Nordorfer Burg als Baustraße realisiert“, teilt Stadtdirektor Harald Hinrichs auf Nachfrage mit. Sie ende mit einem Wendehammer. Auf der nördlichen Seite der neuen Straße Nordorfer Burg hat die Stadt Esens einen Streifen ausgewiesen, der der Bebauung mit Doppel- und Mehrparteienhäuser vorbehalten ist. „Wir sind aktuell dabei, für die Grundstücke einen Verkaufspreis zu kalkulieren, dann gehen wir in die Vermarktung“, sagt Hinrichs. Immerhin sei es das beschlossene Ansinnen, hier Mietwohnraum zu schaffen.
Direkt im Kreuzungsbereich hegt der KBV „Eenigkeit“ Esens-Moorweg Überlegungen, auf einem Grundstück ein Dorfgemeinschaftshaus beziehungsweise ein Vereinsheim zu errichten.
Im südlichen Teil wurden rund um das Privathaus vom früheren „Schmiede“-Inhaber Karl und Ellen Freese drei Grundstücke ausgewiesen, auf denen der Maklerkreisel zeitversetzt drei Gebäude mit barrierefreien Wohnungen errichten möchte. „Wir haben vergangene Woche mit dem ersten Haus für fünf Wohnungen begonnen, die mittels Wärmepumpe beheizbar sind“, sagt Bauingenieur Timo Schuirmann. Hierfür habe man eine Baustraße erstellen lassen.
Gewässer im Zentrum
Im Zentrum des Neubaugebiets hat die Stadt ein Regenrückhaltebecken von mehr als 3000 Quadratmetern Wasserfläche anlegen lassen. „Die Oberflächenentwässerung ist bei uns ein großes Thema, mit dem wir uns besonders beschäftigt haben“, betont Stadtdirektor Harald Hinrichs. So werde für dieses neue Gewässer ein Überlauf in den Üterhammschloot geschaffen, der noch aufgeweitet werden soll. Dieser befindet sich nördlich der Ostlandsiedlung beziehungsweise der Siedlung Osthörn.
Das Regenrückhaltebecken, das kündigt der Verwaltungschef an, muss aus rechtlichen Vorgaben und Haftungsgründen eingezäunt werden.
