Langeoog - Ein Blick auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung auf Langeoog zeigt: Kommunalpolitik ist alles andere als langweilig. Denn mitten in der Legislaturperiode des Rates und nur knapp anderthalb Jahre nach der Wahl ändern sich die Gruppen und Mehrheitsverhältnisse im Rat.
Neue Zusammensetzung der Ausschüsse
Knapp ein Drittel der Tagesordnungspunkte, die am Dienstag, 21. März, besprochen werden, drehen sich darum, in welchen Konstellationen die Ratsmitglieder künftig in Gruppen und Fraktionen zusammenarbeiten werden. Unter anderem werden die Vorsitzenden der neuen Gruppen bekanntgegeben, genauso wie die Sitzverteilung der Ausschüsse neu geregelt. Auch die Wahl einer/eines neuen stellvertretenden Bürgermeisters/Bürgermeisterin wird abgehalten. Bisher war dies Ines Mühlinghaus (Bürgerliste Langeoogers).
Gründe für Neuordnung
Ausgelöst wurde die Neuordnung dadurch, dass Daniela Peters (CDU) und Till Martin Peters (Union für Langeoog) unangekündigt mitgeteilt hatten, aus ihrer Gruppe „Union für Langeoog/CDU“ auszutreten. Ihre ehemaligen Gruppenmitglieder Gerda Spies (CDU) und Jan-Martin Jansen (Union für Langeoog) werden nun mit Bärbel Kraus und Ines Mühlinghaus eine Gruppe gründen. Der Name und die Themen sollen in Kürze bekanntgegeben werden. Dass alle vier aus verschiedenen Parteien kommen, sieht Kraus nicht als Problem. In einer Pressemitteilung schrieb sie, dass sie den Wechsel „rein personenbezogen“ sehe.
Keinen Einfluss auf Dienstwohnungsvergabe
In jüngster Vergangenheit ist die Langeooger Politik wegen der Dienstwohnungsaffäre in den Fokus geraten. Dabei wurde Bürgermeisterin Heike Horn durch ihre Mitwirkung im Verwaltungsausschuss eine Wohnung zugesprochen. Horn entschuldigte sich nach der Berichterstattung für ihr Mitwirken, zog ihre Bewerbung zurück, und die Wohnung wird nun neu vergeben. Da die Vergabe im Verwaltungsausschuss stattfindet, der am Dienstag, 14. März, tagt, könnte die Entscheidung noch in der alten Besetzung des Ausschusses stattfinden. Die jetzigen politischen Entwicklungen hätten somit keinen Einfluss auf eine erneute Vergabe.
