Wittmund - „Das ist ein Ehrenamt, das nicht immer Vergnügungssteuerpflichtig ist. Aber trotz aller Widrigkeiten setzt ihr euch für eure Kommune ein“, sagte Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen. Er begrüßte aus Anlass einer besonderen Ehrung langjährige Ratsmitglieder im Saal des Rathauses.
Frauen und Männer gehen in Verantwortung
Denn es oblag Helfried Goetz als Vorsitzendem des Bezirksverbandes sowie dem Präsidenten des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Marco Trips, die Ratsmitglieder Anja Rible (SPD) und Jens Muthaupt (SPD) für ihre 15-jährige Arbeit im Kommunalparlament mit einer Bronze-Nadel zu ehren sowie Hermann Rahmann (CDU), Wilhelm Busker (CDU) und Johann Ihnen (CDU) mit der Nadel in Silber für ihr 20-jähriges Engagement auszuzeichnen. Gold erhielten für ihre 25-jährige Tätigkeit Uschi Höing (CDU) und Heinz Buss (SPD).
„Es ist ein großer Unterschied, ob man im Kämmerlein die Politik kritisiert oder selbst in die Verantwortung geht. Sie haben das gemacht und sich dabei auf kommunaler Ebene vieler Herausforderungen gestellt“, lobte Goetz die Ratsmitglieder. Dabei sei die Arbeit als Kommunalpolitiker bei weitem nicht einfacher geworden. Denn man könne es nicht immer jedem Recht machen, müsse sich dann die Kritik aber auch im Privaten oft anhören. Eine Ehrung sei da nur ein symbolischer Akt, um die Kraft, die die Frauen und Männer aufbringen, zu würdigen.
Kommunen an der Belastungsgrenze
Besondere Auszeichnungen vom Städte- und Gemeindebund erhielten Dirk Groenewold (CDU), Günther Theesfeld (CDU), Herbert Potzler (BFB) und Wilhelm Heeren (SPD). Diese Männer sind mehr als 30 Jahre in der Kommunalpolitik aktiv und erhielten eine Ehrenmedaille.
„Die Arbeit war immer interessant, auch wenn es mal hitzige Diskussionen gab, es ging uns allen immer um das Wohlergehen der Stadt und der Ortschaften“, sagte Herbert Potzler. Aber auch der Wittmunder, der immer noch aktiv im Rat ist, wies darauf hin, dass die Kommunen ihre Belastungsgrenze längst überschritten hätten.
In dieser Kerbe schlug auch Marco Trips. „Es gibt drei bestimmende Themen für die Kommunen. Die Unterbringung der Flüchtlinge, die Energiekrise und die frühkindliche Bildung“, so der Präsident des Städte- und Gemeindebundes. Dabei würden die Städte und Gemeinden oft nicht genug gehört. Geld sei oft nur noch für das Notwendigste vorhanden. Bund und Land müssten mehr für Unterstützung – vor allem im Hinblick auf finanzielle Ausstattungen der Kommunen tun, so Trips.
