Friedeburg - Im dichten Unterholz des Laubwaldes sind Stimmen zu hören, es knackt und Werkzeuge klappern. Recht mühsam sind die Schulkinder zu finden, die den Wald pflegen. Mit Astscheren, kleinen Handsägen, und manchmal nur mit Arbeitshandschuhen und ihrem Schuhwerk, rücken die Fünftklässler der Schule Altes Amt Friedeburg dem Adlerfarn zu Leibe. Die bis über zwei Meter hoch werdende Pflanze kann Waldbäumen erhebliche Konkurrenz machen und sie abtöten. „Die Schülerinnen und Schüler helfen uns so bei der Waldpflege im Friedeburger Stroot“, lobt Forstwirtschaftsmeister Hans-Günter Willms vom Landkreis Wittmund. Lehrer Nico Scholz ergänzt: „Für unsere Schule ist es sehr willkommen, wenn wir in dieser Art mithelfen, und den Landkreis Wittmund, dem der Strooter Wald hier gehört, unterstützen können. Auch an anderen Stellen arbeiten wir gut zusammen.“
Baumhaus gebaut
Zum Beispiel in Rispelerhelmt, wo Schüler vor einigen Jahren einen Schulwald angepflanzt hatten, der sehr gut gewachsen ist und jetzt etwas ausgedünnt werden muss. Dies nahmen ebenfalls Mädchen und Jungen des fünften Jahrgangs vor. Sie haben kleine Pfade in den Wald geschnitten, die zur weiteren Pflege ideal sind. Die Pause nutzten die Schulkinder dazu, um am Waldrand in eine Hainbuche ein Baumhaus aus abgeschnittenen Stämmen und Ästen zu bauen. „Man staunt, was die Kinder für kreative Ideen haben. Unsere Projektwoche, wo es neben der Waldpflege auch um Müllsammeln, Tennissport und Naturschutz geht, verbindet Bewegung, Kreativität, soll lehrreich sein und Freude machen“, erklärt Lehrer Scholz.
Igel-Burg vergrößert
Freude hatte auch eine weitere fünfte Klasse, die in einem kleinen Privatwald in Dose eine „Igel-Burg“ mit Astwerk vergrößerte, Waldwege herrichtete und später noch ein Naturschutzareal pflegte. Von Dornen geschrammt, von Mücken gestochen, aber um viele Erlebnisse reicher, werden die fünften Klassen diese Projektwoche in Erinnerung behalten.
