Langeoog - Viel los war am Dienstag in der Langeooger Ratssitzung – 34 Tagesordnungspunkte gab es abzuarbeiten, und schon die ersten hatten es in sich: die Neubesetzung der Ausschüsse. Dies ist durch die Änderung der Zusammenschlüsse im Rat und die Neubildung der Ratsgruppen notwendig geworden.
Neue Bürgermeister
Der Rat setzt sich nun aus der Gruppe LPR („Langeoogers-Peters-Recktenwald“), der Gruppe JKSM („Janssen-Kraus-Spies-Mühlinghaus“) sowie Uwe Garrels (parteilos) als Einzelvertreter zusammen. Aufgrund dieser Gruppenneubildungen wurde auch die Neuwahl der stellvertretenden Bürgermeister:innen und die Neubesetzung der Ausschüsse nötig. Zu stellvertretenden Bürgermeister:innen wurden Rüdiger Schmidt und Ines Mühlingshaus gewählt.
Die Gruppe LPR
Nach der Eröffnung durch den Ratsvorsitzenden Gerrit Agena (Bürgerliste Langeoogers) wurde auf die vergangene Betriebsratssitzung Bezug genommen, während die Ratsmitglieder Daniela Peters (CDU) und Till Martin Peters (Union für Langeoog) die Gründung einer eigenen Gruppe (Gruppe „Peters“) angekündigt hatten. Letztlich schlossen sich beide aber mit Gerrit Agena, Michael Recktenwald und Rüdiger Schmidt zur Gruppe LPR zusammen.
Die Gruppe JKSM
Zugleich wurde die Gruppe JKSM von Jan Martin Janssen (Union für Langeoog), Bärbel Kraus (Grüne), Gerda Spies (CDU) und Ines Mühlinghaus (Bürgerliste Langeoogers) gebildet. Uwe Garrels hat sich keiner der Gruppen angeschlossen – später betonte er, dass er auch nicht gefragt worden sei, sondern „ausgegrenzt und ausgeschlossen“. Dennoch halte Garrels die Veränderungen für „unvermeidbar und richtig“. Er stehe nach wie vor für Gespräche bereit, halte aber daran fest, Einzelvertreter bleiben und sich „von keiner der Gruppen vereinnahmen lassen“ zu wollen, das sei er seinen „Wählerinnen und Wählern schuldig“.
Keine respektvolle Arbeit
Am Ende der Ratssitzung äußerte sich auch Jan Martin Janssen noch einmal mit persönlichen und ernsten Worten zu der überraschenden Neuordnung des Rates. Er zeigte sich entsetzt und betroffen darüber, dass auch mit ihm im Vorfeld keinerlei Gespräche gesucht worden seien, sondern die Gruppenauflösung ohne jede Vorwarnung in der Betriebsausschusssitzung bekannt gemacht worden sei. Vielmehr habe ihm sein ehemaliges Gruppenmitglied „eiskalt das Messer in den Rücken gestoßen“. Mit der Selbstverpflichtung zur vertrauens- und respektvollen Arbeit unter den Ratsleuten habe das „nichts mehr zu tun“. „Diese Art von Umgang habe ich in zwölf Jahren (Anmerkung der Redaktion: Ratsarbeit) nicht erlebt“, so Jan Martin Janssen.
