Reepsholt - Jetzt bestimmten die Handwerker das Bild in der Alten Pastorei in Reepsholt, unter deren Dach bislang auch die Kita „Schwalbennest“ und das Gemeindehaus zu finden war. Nachdem kürzlich die Baugenehmigung eingetroffen ist, drückt die Gemeinde Friedeburg offensichtlich aufs Tempo. Denn freie Plätze sind sowohl im Kindergarten- als auch Krippenbereich derzeit kaum vorhanden.
„Ziel ist es, das Gebäude in diesem Jahr zu sanieren, um für die dort bereits eingerichtete evangelisch-lutherische Kindertagesstätte neue Räumlichkeiten zu schaffen und zusätzlich eine Krippengruppe mit 15 Plätzen einzurichten“, erläuterte Bürgermeister Helfried Goetz kürzlich. Die Kommune hatte das Pastorenhaus aus dem Jahr 1871 vor diesem Hintergrund erworben.
Zentraler Jugendraum
Im bisher noch nicht ausgebauten Obergeschoss entstehen außerdem neue Räume für die Jugend, „damit sich die im Moment noch im Steenweg angesiedelten Jugendräume zentral in Reepsholt befinden“, erklärt Goetz. Die „Schwalbennest“-Kinder würden bereits seit vergangenem Jahr in einem Containerraum betreut, der im Garten des Pastorenhauses aufgestellt wurde. „Erste vorbereitende Maßnahmen und die notwendigen Rodungsarbeiten wurden bereits in den zurückliegenden Monaten vorgenommen.“
Die Sanierung des Pastorenhauses wird dem Verwaltungschef zur Folge die Gemeinde bis zu 1,4 Millionen Euro kosten. Helfried Goetz: „Dem stehen aber Zuschüsse von Bund, Land und Landkreis in Höhe von 60 Prozent der Investitionskosten gegenüber.“ Mit der Fertigstellung der Kindertagesstätte werde Ende dieses Jahres gerechnet. Dabei ist sich der Bürgermeister sicher: „Mit dem Neu- und Umbau des Schwalbennestes in Reepsholt und der damit verbundenen zusätzlichen Krippengruppe mit 15 neuen Betreuungsplätzen dürfte die Gemeinde Friedeburg dem Bedarf an Krippenplätzen künftig nachkommen können.“ Vor Ort sind die Verantwortlichen dankbar, dass die politische Gemeinde das alte Pfarr- und Gemeindehaus in Reepsholt erhält und darin weiter die Tagesstätte in Trägerschaft des Evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverbandes Ostfriesland-Nord betreiben wird. Auch das 6000 Quadratmeter große Grundstück an der Frieslandstraße wird passend gestaltet.
Mit Küche und Büro
Die Küche soll nach Wunsch des Kirchenkreisverbandes Ostfriesland-Nord und dem Landesjugendamt ebenso zentral im Gebäude angeordnet werden wie das Leitungsbüro. Die Planungen sehen eine klare Trennung der Nutzerbereiche Ein-Gruppen-Kindergarten mit Krippe und Jugendpflege vor.
