Rispel - „Das Bernsteinzimmer habe ich noch nicht gefunden“, sagt Vanessa Minjets und lacht. Seit drei Wochen aber kennt sie in der alten Villa am Vorwerk in Rispel jeden einzelnen Raum sehr gut, schließlich ist die 35-Jährige seitdem dabei, das Gebäude als Spukhaus einzurichten. An zwei Wochenenden im Oktober (7. bis 9. und 14. bis 16.) sind Besucher eingeladen, in den Mauern, die einst eine Ziegelei waren und dann vom Besitzer zu einer Art „Schloss“ umgebaut wurden, das Fürchten zu lernen.
Idee kam aus den USA
Vor zehn Jahren war Vanessa Minjets in den USA. „Damals sah ich ein Hinweisschild auf ein Horrorhaus, seitdem fasziniert mich das“, sagt die 35-Jährige. Die gelernte Pharmazeutisch-technische Assistentin, hat ihre Arbeit aber aufgegeben und widmet sich nur noch dem Bau ihrer Gruselpuppen. „70 bis 80 Stunden in der Woche verbringe ich damit, die Puppen zu kreieren und sie aus recyceltem Material zu bauen“, erklärt Vanessa Minjets, die selbst Fan von Horrorfilmen der 1980er-Jahre ist. Immer wieder sah sie sich nach alten verfallenen Häusern um, in denen sie das Event des Spukhauses organisieren könnte. Schließlich kam sie auf die Villa, die derzeit zum Verkauf steht. Mit der Besitzerin konnte sie sich schnell einigen und so wurde das Haus eben für den Oktober gemietet. Landkreis und Polizei haben bereits ihre Zustimmung erteilt. So kann es nun an den zwei Wochenenden im Oktober so richtig gruselig werden in Rispel.
Einlass ist jeweils ab 19 Uhr – aber erst für Jugendliche ab 16 Jahren. In den vielen Räumen hat Vanessa Minjets bereits ihre Puppen platziert. Sie hat sie thematisch zusammengestellt. Mit entsprechender Beleuchtung von Kai Menssen von Black-Sheep-Light und mit den Soundeffekte von Katja Stoffels wird das Spukhaus dann perfekt und die lebensgroßen und realistisch gestalteten Puppen in das richtige Licht gerückt. Auch Live-Acts wird es geben. Jeweils bis 23 Uhr ist das Spukhaus dann geöffnet.
Finanzielles Risiko
„Das hier ist mein Versuchsballon, ich würde gerne mehr von diesen Events veranstalten“, sagt Vanessa Minjets, die das finanzielle Risiko der Veranstaltung trägt. Gerne hätte sie das Spukhaus an vier Wochenenden geöffnet, aber eine Genehmigung erhielt sie nur für zwei. „Ich hoffe, dass ich weitere Lost Places finde, an denen ich dieses Gruselevent dann anbieten kann“, sagt die 35-Jährige.
Das Spukhaus, Am Vorwerk 5 in Risepl. Öffnungszeiten: 7., 8. und 9. Oktober sowie 14., 15. und 16. Oktober jeweils von 19 bis 23 Uhr. Parkplätze sind auf dem Grundstück vorhanden. Eintrittspreis: 16,90 Euro im Vorverkauf.
