Bentstreek - „Es fehlen noch um die 40 Quadratmeter Dachziegel, dann ist ein weiterer Meilenstein bei der Herrichtung des Gründerhauses in Bentstreek abgeschlossen.“ Das stellt der Vorsitzende des Fördervereins Gründerhaus-Bentstreek, Jobst Küker, während einer Begehung des Gebäudes fest.
Neue rote Tonziegel bestimmen jetzt das Erscheinungsbild des 100 Jahre alten Hauses. Und sie sorgen für eine neue, vor allem trockene Atmosphäre im Inneren.
Land Niedersachsen fördert die Maßnahme
Gefördert von der Regionalen Landesentwicklung des Landes Niedersachsen, betreut das Planungsbüro Nexxia aus Emden das Projekt im denkmalgeschützten Landhaus. „Für die Herrichtung des Dachstuhls und Neueindeckung wurden insgesamt 100 000 Euro aufgewendet“, erklärt hierzu die zuständige Architektin und Stadtplanerin Luise Fauerbach-Geiken. Die Mittel seien zum größten Teil vom Land Niedersachsen bereitgestellt worden, wobei sich auch die Gemeinde Friedeburg laut Ratsbeschluss mit einer Höchstsumme von 20 000 Euro beteiligt, wie Gemeindesprecherin Rena Peeks auf Nachfrage mitteilt.
Denkmalrechtliche Genehmigungen, Anträge auf Fördermittel – sie kennzeichnen einen langen Weg für den kleinen Förderverein in Bentstreek. Immerhin waren bei der Dach-Neueindeckung allerhand Vorschriften zu beachten beim geschichtsträchtigen Haus des ehemaligen Wirtschafts- und Verwaltungssitzes des einstigen Moorverwalters. Seit dem Jahr 2012 hat sich der rührige Förderverein die kulturelle Nutzung des Gebäudes zum Ziel gesetzt und ist mit der aktuellen Maßnahme einen Riesenschritt voran gekommen.
„Nach Abschluss der Hauptarbeiten beginnen die Nacharbeiten durch unsere engagierten Vereinsmitglieder“, freut sich Jobst Küker über das Engagement seiner Mitstreiter. Jetzt werde das Gebäude weiter erschlossen. Als nächstes sind umfangreiche Reinigungsarbeiten im Haus und im Außenbereich erforderlich. Baureste sind aus der Scheune zu entfernen, damit die wegen der Bauarbeiten vorübergehend ausgelagerten Schaustücke wieder ihren angestammten Platz finden können.
Gewohnter Adventsmarkt fällt dieses Jahr aus
Besonders der Außenbereich hat durch den Einsatz schwerer Baumaschinen sehr gelitten. „Hier ist noch so manche Arbeitsstunde mit Schaufel und technischem Geräten wie Radladern einzuplanen“, sagt Jobst Küker. Die Flächen sollen begradigt werden, damit sie gefahrenlos betreten werden können. „Damit darf aber erst begonnen werden, wenn eine Bauabnahme durchgeführt worden ist“, betont der Vorsitzende. Daher könne auch der traditionelle Adventsmarkt „He kummt“, vorgesehen für den 27. November, nicht stattfinden.
Im Bentstreeker Gründerhaus wird in die Zukunft ein Museum wachsen. Der Wille der Aktiven des Fördervereines ist vorhanden, und die handwerklichen Voraussetzungen bringen sie ebenfalls mit. Es dreht sich um die Entwicklung einer Moor- und Heidelandschaft bis zur Ortschaft Bentstreek.
Dieses in den historischen Räumen des Gründerhaus lebendig zu zeigen, dafür stehen die Mitglieder des Förderverein. Das Team ist dabei bestrebt, dass sich das auch interaktive Museum eines Tages in die ostfriesische Museumslandschaft einfügt.
