Esens - Es knallt. Einmal, zweimal, dreimal. „Das Schützenfest ist eröffnet“, sagt Majestät Johannes Freesemann nach den drei traditionellen Böllerschüssen am Freitagnachmittag.
Der Esenser Schützenplatz ist zu dieser Zeit schon gut gefüllt. Das freut vor allem die Schausteller. „Wir sind froh, hier zu sein“, sagt Monja Krause aus Oldenburg. An ihrem Stand werfen die Besucherinnen und Besucher mit Dartpfeilen auf Luftballons. Sie ist zum ersten Mal in Esens dabei. Anders als Peter Eden, dessen ganze Familie seit mehreren Generationen verschiedene Schaustellerbetriebe führt. „Zwei Jahre ohne Schützenfest war eine lange Zeit“, sagt Eden. Ähnlich sieht es Boris Kaczmarek an seiner Getränkebude, der zum 22. Mal auf dem Schützenfest verkauft. Er geht davon aus, dass er gerade abends guten Umsatz machen wird.
Einkaufswert fast verdoppelt
Gemerkt haben sie allerdings alle die gestiegenen Preise. „Bei unseren Gewinnen hat sich der Einkaufswert fast verdoppelt“, sagt Peter Eden. Trotzdem versuchen sie, das nicht zu sehr an die Kunden weiterzugeben – und gehen davon aus, dass sich das Fest so oder so lohnen wird.
Corona-Regeln gibt es auf dem Schützenplatz nicht, und auch Masken sind so gut wie keine zu sehen. „Jeder trifft ja selbst die Entscheidung zu kommen“, sagt Hauptmann und Compagnie-Vorsitzender Ottmar Dirksen. So sind beim Seniorennachmittag zwar mehr Gäste gekommen als angemeldet waren, aber insgesamt weniger als sonst.
Viele Menschen unterwegs
Dennoch sind auf dem ganzen Platz verteilt schon viele Menschen unterwegs. „Das wird nach zwei Jahren auch mal wieder Zeit“, sagt Schütze Fritz Weinhold. Gerade die jungen Menschen wünschten sich Veranstaltungen, auf denen sie feiern und sich treffen können.
