Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Am Freitag geht es los Was man rund ums Esenser Schützenfest wissen muss

Esens - Die Vorfreude steigt. Am Freitag beginnt in Esens das 445. Schützenfest. Obwohl bei Johannes Freesemann ein bisschen die Traurigkeit durchscheint, weil er nicht mehr lange Majestät ist, sieht man ihm genauso wie dem Vorsitzenden Ottmar Dirksen und Platzwart Dieter „Buddy“ Kramer an, dass sie es kaum erwarten können. Die drei haben uns verraten, was Esenser und Nicht-Esenser am Wochenende erwartet. Kramer, Dirksen und Freesemann über. . .

. . . die Betriebe und ihre Attraktionen

18 Fahrgeschäfte warten auf die Besucherinnen und Besucher. Etwas Besonderes sind der neue Autoscooter und das 38 Meter hohe, barrierefreie Riesenrad. Womit aber viele Schaustellerbetriebe gerade Probleme haben: Personalmangel. „Wir haben vier oder fünf Absagen, weil die Schausteller keine Leute finden. Vor allem für abends“, erklärt Buddy Kramer. Wenn eine Essensbude ausfällt, könne er das schnell wieder auffüllen – die Interessentenliste ist lang. Bei einem Fahrgeschäft sähe das schon anders aus.

104 Verträge hat die Schützencompagnie mit Betrieben abgeschlossen. Mit allen Mitarbeiten sind also 400 bis 500 Schausteller an den fünf Tagen am und um den Schützenplatz unterwegs. 14 Tage lang sind sie mit dem Aufbau beschäftigt. „Der Abbau geht dann dreimal so schnell“, sagt Buddy Kramer. Denn die Schausteller stünden unter Zeitdruck und müssen oft zeitnah für das nächste Fest aufbauen.

. . . die Sicherheit auf dem Platz

Für die Sicherheit während des Schützenfestes gibt es seit Jahren ein Konzept des Landkreises, das immer wieder aktualisiert wird. Dazu gehören sogenannte Trucksperren als Terrorabwehr. „Die sind mit zehn bis zwölf Security-Leuten auf dem Platz unterwegs“, sagt Kramer. Bei den Eingängen in den Zelten gibt es Rucksackkontrollen. Dabei gehe es vor allem darum, dass die Menschen keinen eigenen Alkohol mitbringen. Das Sicherheitspersonal passt außerdem auf, dass niemand, der alkoholisiert ist, Probleme macht. „Auf die Sperrzeiten achten wir auch ganz genau. Und das Ordnungsamt macht Kontrollen“, sagt Kramer. Der Festplatz schließt Freitagnacht um 2.30 Uhr, Samstagnacht um 3.30 Uhr, Sonntagnacht um 1.30, Montagnacht um 2.30 Uhr und Dienstagnacht um 1.30 Uhr. Die Musik endet jeweils eine halbe Stunde früher.

. . . über die Anwohner

Wer direkt am Schützenplatz wohnt, ist nicht nur angehalten, seinen Vorgarten zu schmücken, wie es die meisten Esenserinnen und Esenser tun. „Die meisten bestellen sich bei der Stadt Zäune“, erklärt Kramer. So schützen sie ihre Gärten vor Notdürften und Müll. „Es haben sich aber wirklich auch die Sperrzeiten bewährt“, sagt Ottmar Dirksen. Beschwerden von Anwohnern gebe es in der Regel nicht. Auch die Schützencompagnie stellt Zäune auf, damit etwa Fahrräder nicht an den Hecken abgestellt werden.

. . . das Königsschießen

150 bis 160 Menschen sind es, die am Königsschießen teilnehmen. Nur einer davon kann am Ende Majestät werden. „Etwa die Hälfte davon will König werden“, sagt Ottmar Dirksen. Dafür müsse man dann aber auch gut schießen. 15 bis 20 Schützen träfen die zehn, der beste davon gewinnt. Die 80 Besten bekommen einen Preis. „Das sind hochwertige Preise“, sagt Dirksen, wie ein Fahrrad, Reisegutscheine oder ein Satz Autoreifen.

Das Besondere, wenn jemand Bekanntes Schützenkönig wird: „Man wird nicht mehr mit Namen angesprochen. Es heißt nur noch ‚Die Majestät kommt’“, sagt der Vorsitzende. Verkündet wird die neue Majestät am Haupttag des Schützenfestes, dem Montag. Dann endet die Amtszeit von Johannes Freesemann. Der schon ankündigt, dass er die eine oder andere Träne vergießen wird.

Hier laufen die Umzüge lang:

Der Festumzug am Sonntag: Marktplatz - Marktstraße - Butterstraße - Jücherstraße -Anton-Esen-Straße - Herrenwall - Steinstraße - Marktstraße - Marktplatz - Herdestraße - Molkerestraße - Drostentor - Bahnhofstraße - Festplatz.

Der Umzug am Montag: Marktplatz - Westerstraße -Theodor-Thomas-Straße - Neustädter Straße - Schmiedestraße - Butterstraße - Goldenort - Burgstraße - Graftegge - Steinstraße - Marktstraße - Marktplatz - Herdestraße - Herdetor-Siebet-Attena-Straße - Bahnhofstraße - Festplatz.

Julia Dittmann
Julia Dittmann Redaktion Wittmund
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von Happy-End

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden