Langeoog - Der Traum des Langeooger Shantychors De Flinthörners eines Shantyfestivals auf der Insel soll nach der coronabedingten Absage vor zwei Jahren in diesem Jahr wahr werden. Am Wochenende, 3. und 4. November, sollen in zwei Konzerten Shantys und Forebitter im Mittelpunkt stehen, klassische Seemannslieder wird es nicht geben. Denn: Es soll vor allem um die Musik gehen, die unter anderem früher auf den kleinen und großen Segelschiffen und Windjammern auf den Weltmeeren zur Unterstützung ihrer harten Arbeit gesungen wurden. Mit den Rhythmen der Shantys wurde das Hissen der Segel, das Hieven der Anker oder das Pumpen unterstützt – und die Crew antwortete im Gleichklang. Forebitter wurden überwiegend gesungen, um die Sehnsucht nach Zuhause zu verarbeiten oder die Alltagssituationen beschreiben, dabei geht es musikalisch oft in die Richtung des Irish-Folks. Und als Seemannslieder werden traditionell solche Stücke gezeichnet, die Seefahrerromantik besingt, die es nicht gab, dazu gehören Stücke von Freddy Quinn und Hans Albers. Aus diesem Grund gibt es eigentlich keine deutschen Shantys, da auf den Schiffen meist Niederländisch, Französisch oder auch Englisch gesprochen und dementsprechend auch gesungen.

Erwartet werden Chöre und Gruppen aus Norddeutschland und den Niederlanden, die sich an zwei Abenden das Programm teilen werden.

Am Freitag, 3. November treten die gastgebenden Flinthörners, die Anchor Aweigh Boys, die Crossjack Shanty Singers und der Shantychor Accumersiel auf.

Am Samstag folgen die Ol’ Hands Shantymen aus den Niederlanden, die Tres Hombres Shanty Crew, Käptn Bligh, der Shantychor Bensersiel und De Flinthörners.