Neuharlingersiel/Wittmund - Im vergangenen Jahr haben sich 43 Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren in den Landkreisen Aurich und Wittmund durch einen Unfall in Zusammenhang mit einem Rad leicht verletzt, zwei davon sogar schwer. Um die Gefahr zu minimieren und damit Kinder sicherer im Straßenverkehr unterwegs sein können, findet seit 30 Jahren eine Helm-Aktion im Kreis Wittmund statt.
Dabei erhalten zu Beginn des neuen Schuljahres alle frisch eingeschulten Kinder an den Grundschulstandorten die Möglichkeit, einen hochwertigen Fahrradhelm zu erhalten. Neben der Verkehrswacht Wittmund und der Polizei Wittmund wird die Aktion zum wiederholten Mal von den NV-Versicherungen Neuharlingersiel und Stefans Fahrradshop in Esens unterstützt.
Wie funktioniert’s?
Die Organisation läuft dabei Hand in Hand und wie ein Uhrwerk: Das Esenser Fahrradgeschäft organisiert den Einkauf und gibt die Helme der Marke Abus, die im Verkauf knapp 80 Euro kosten, zum Einkaufspreis weiter. Den Großteil der Kosten übernehme dann NV, wie Jens Schipper von den NV-Versicherungen mitteilt. Der Eigenanteil, den die Eltern letztlich tragen, liegt bei 12 Euro. Eltern, die sich für das Angebot interessieren, könnten mit den entsprechenden Schulen und Klassenlehrern in Kontakt treten. Der Bedarf an einem Fahrradhelm wird dann der Verkehrswacht übermittelt.
Helme retten Leben
Zum neuen Schuljahr sollen im Kreis mehr als 500 Kinder eingeschult werden. „Zwei Drittel davon dürften es auch in diesem Jahr sein, die durch diese Aktion mit einem Fahrradhelm ausgestattet werden“, ist sich Uwe Abels sicher. „Fahrradhelme retten Leben“, gibt der Präventionsbeamte der Polizei Wittmund zu bedenken. Klaus Wilbers, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Wittmund, fügt hinzu, dass die Unfallzahlen in den vergangenen Jahren weiter rückläufig waren – auch dank der Helme. Die Aktion wird weiterhin gut angenommen, freut sich Wilbers. So konnten im vergangenen Jahr 325 Helme an Erstklässler übergeben werden.
Insgesamt werden es mit der diesjährigen Ausgabe mehr als 7300 Kinder sein, die seit 1991 von der Verkehrswacht mit Helmen ausgestattet wurden.
Präventives Mittel
„Ein großer Dank gilt den Sponsoren, ohne die wäre das nicht möglich“, betont Wilbers und ergänzt: „Wir sprechen von hochwertigen Helmen mit hohem Tragekomfort.“ Die NV-Versicherungen unterstützten die Aktion indes gerne: „Der Kopf ist eins der wichtigsten Körperteile und so ein Helm ist das präventivste Mittel, um es zu schützen“, sagt Henning Bernau von der NV. Die Verteilung der Helme soll übrigens wenige Wochen nach Schulbeginn stattfinden.
