Esens - Dieses Jahr nahm Psychologin Petra Giesemann eine unschöne Entwicklung wahr. „Bei der Krebsberatung hatten wir in diesem Jahr etwa 38 Neuanmeldungen. Und vor allem junge Frauen, die teils so schwer krank waren, dass nur noch palliativ behandelt werden konnte.“ Wieso dies der Fall ist – Giesemann will dazu keine Spekulationen anstellen, dies sei nicht so wichtig. Vielmehr will sie sich auf das Wesentliche konzentrieren. Und das ist, dass alle Menschen Hilfe brauchen, die die Psycho-Onkologie, ein Beratungsangebot für Krebspatienten und ihre Angehörigen des Diakonischen Werkes des Landkreises Wittmund, in Anspruch nehmen. „Es geht dabei ums Zuhören, Dinge einordnen oder den Menschen auch einfach Möglichkeiten aufzeigen“, sagt Giesemann. Da es in der Region kein vergleichbares Angebot gibt, gebe es nicht nur Menschen aus dem Landkreis Wittmund, die betreut werden. Auch Patienten aus Emden habe die Psychologin schon betreut.
Insgesamt konnte das Diakonische Werk so schon über 1146 Menschen in knapp 17 Jahren unterstützen. Dass das möglich ist, ist übrigens nur Spendern zu verdanken. In diesem Jahr haben sich unter anderem schon Vereine, Initiativen und Stiftungen an der spendenbasierten Finanzierung beteiligt. Auch die Stiftung „Kirche mit Zukunft“ hat nun an Petra Giesemann und Diakonie-Geschäftsführer Lars Remmers einen Scheck in Höhe von 1000 Euro übergeben. Als Stiftungsvertreter mit dabei waren Dörthe Utesch, Superintendentin Eva Hadem und Harm Poppen. Sie betonten, dass die Arbeit der Krebshilfe auch deshalb unterstützenswert ist, da man oft dort anfange, wo das krankenkassenbasierte Gesundheitssystem aufhöre.
