Wiesmoor - Seit dem 28. Mai ist die Wiesmoorer Stadtbibliothek wegen Bauarbeiten geschlossen, dieses Wochenende findet die Wiedereröffnung statt. Die Bücherei im Torhaus bekam einige technische Neuerungen und gerade deshalb wurden die Räumlichkeiten komplett umgestaltet. „Wir gehen den ersten Schritt und investieren in die Zukunft“, erklärt Bürgermeister Sven Lübbers. Neben der Wiedereröffnung wird auch 70-jähriges Jubiläum gefeiert.
Hier wurde investiert
Besucherinnen und Besucher werden die Umstellung sofort merken. Im Erdgeschoss, direkt neben der Tür, befinden sich jetzt sogenannte „Doorgates“, senkrechte Warensicherer wie auch in den meisten Einkaufsläden. So sollen Diebstahl und fälschliche Mitnahmen verhindert werden.
Das Ausleihen soll außerdem schneller und einfacher erfolgen. Alle Bücher und anderen Medien wie DVDs, Zeitschriften, Hörbücher oder auch Spiele wurden in mühsamer Handarbeit mit besonderen Etiketten, sogenannten Transpondern, versehen. „Bei den über 8200 Medien war das eine Fleißaufgabe“, berichtet Anja van de Boom, Leiterin der Stadtbibliothek.
Diese Transponder werden von dem Reader im Terminal, einer breiteren Platte, gelesen. Durch diese Technik ist es jetzt möglich, bis zu fünf Medien als Stapel zu erkennen. Das ergebe ein großes Zeitersparnis, da man sonst jedes Medium einzeln mit dem Scanner einlesen und die Sicherung deaktivieren müsse, erklärt das Bibliotheksteam.
Die Transponder und Reader-Platte sei jedoch nur die Grundausstattung, in der Zukunft könne man sich auch einen Selbstausleihe-Automaten vorstellen, bestätigen Anja van de Boom und Sven Lübbers.
Das sind die Kosten
Diese Technik nennt sich RFID und die Geräte sind von der Firma Bibliotheca. Die Kosten für die Neuerungen beliefen sich auf 20 000 Euro. 10 000 Euro davon übernimmt das Bibliotheksentwicklungsprogramm des Landes. Die Stadtbibliothek Wiesmoor ist dabei eine der 62 Einrichtungen, die durch das Projekt gefördert werden.
Aufteilung der Räume
Auch erfolgte eine Umstellung nach Genres. Im Erdgeschoss befinden sich nun alle Bücher für „Erwachsene“, in den oberen Räumen ein Jugend- und Fantasy-Raum sowie ein Abseitsraum mit einem internetfähigen Computer. Anja van de Boom kann über einige Lerngruppen berichten, die hier ihren Schularbeiten nachgegangen sind.
Ebenfalls im Obergeschoss befindet sich der Raum mit den Kinderbüchern, nach Altersstufen sortiert und der Raum „Wissenswertes“. „Einige Kinder“, so van de Boom, „kennen gar nicht den Unterschied von Sachbuch und einer Geschichte. Deshalb ist in dieser Raum einzig und alleine auf Informationen ausgerichtet“.
Auch der Raum mit den Kinderbüchern wurde umgestaltet.
Dann wird gefeiert
Die Wiedereröffnung und das 70-jährige Jubiläum werden am Samstag, 17. Juni, von 14 bis 17 Uhr gefeiert. Neben den Auslosungen der „Glückskarten“ von der Gewerbeschau durch Blütenkönigin Jana Gerdes, gibt es eine Cafeteria im Atelier und Slush-Eis im Jugendzimmer. Auch können Kinder sich kreativ beteiligen, mit Button-Basteln oder bei der Gestaltung von Kacheln für den Tresen der Cafeteria.
