Marx - Mit fast 40 Jahren ist das Tunis in Marx eine der ältesten Discos im Landkreis Wittmund. Und seit acht Jahren wird diese Kultstätte durch den Förderverein Kultur- und Begegnungsstätte Tunis lebendig gehalten. An den Abenden wird manches geboten; eine Besonderheit ist jedoch „Heiligabend im Tunis“.
„Wie ein Vereinsmitglied und Geistlicher aus unserem Umfeld einmal treffend feststellte, ist das gelebte Ökumene“, stellt Vorstandsmitglied Henning H. Hinrichs schmunzelnd fest. Denn bedingt durch die Doppelnutzung einzelner Räume – auch die Tafel-Ausgabe ist hier – sind die Vorbereitungen durch die Vereinsmitglieder umfangreicher.
„An diesem Abend sind wir acht Mitstreiter. Für weitere Hilfe sind wir immer offen“, erklärt Fördervereins-Vorsitzende Gerd Weber. Am Heiligabend sei die Tanzveranstaltung im Marx mittlerweile ein Muss bei vielen Jugendlichen und Junggebliebenen. „Zu uns kommt die Oma jetzt mit ihren Enkeln und erklärt mehr oder weniger genau, wie es in der Kult-Disco früher abging“, blickt Henning H. Hinrichs zurück. Manche verabredeten sich bereits ein Jahr vorher. „Seit acht Jahren ist der Eintritt von fünf Euro nicht gestiegen“, merkt Hinrichs an. Um 22 Uhr öffnet man die Gaststätte, und ab 23 Uhr legt der diesjährige DJ Rolf auf.
Auch die nächsten Veranstaltungen sind bereits geplant: Am 27. Januar tritt im Tunis Liedermacher Falk auf und bietet mit schwarzem Humor sein neues Konzertprogramm „Live und Unerhört“. Für den 9. März ist ein bestuhltes Konzert mit Thomas Biller (Kontrabass) und Helmut Bengen (Gitarre) vorgesehen. Das „Tunis Revival“ steht jeweils am ersten Samstag im März, Juni, September und Dezember auf dem Programm.
