Fulkum - Auch die rund 30 Jahre „junge“ Sportklause soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dafür sprach sich eine sehr deutliche Mehrheit der rund 50 Fulkumerinnen und Fulkumer aus, die am Dienstagabend über die Zukunft des Zentrums am Sportplatz diskutierten. Bürgermeister Gerhard Frerichs und der Holtgaster Rat hatten zu der Informationsveranstaltung eingeladen. Und seit Dienstagabend gibt es nun ein neues Ziel für die Politikerinnen und Politiker.
Hoffnung auf Fördermittel
Zunächst war bekanntlich angestrebt worden, nur die älteren Teile des Gebäudekomplexes an der alte Schule abzureißen – die „Sportklause“ jedoch zu erhalten und in einem Anbau daran neue Versammlungsräume, erweiterte sanitäre Anlagen und Umkleideräume zu errichten.
Diese Version war die Grundlage eines Förderantrags, den Bürgermeister Frerichs bereits auf den Weg gebracht hatte. Einen kompletten Neubau für das ganze Gelände, in den dann die „Sportklause“ integriert wäre, würde wahrscheinlich deutlich teurer. Ein Erweiterungsantrag für die erhofften EU-Mittel muss nun erarbeitet werden, und für den braucht es eine neue Planung. Eine Chance, die Neubau-Lösung genehmigt zu bekommen, könnte jedoch davon abhängen, ob der erste Antrag nicht schon in wenigen Wochen genehmigt wird. Die Befürchtung in Fulkum: Wenn ein Antrag durch ist, könnte eine Erweiterung des Förderantrags schwierig werden.
Viele Vorteile
Inhaltlich spricht für die neue Planung wirklich vieles, unterstrichen mehrere Redner bei der Info-Veranstaltung. Schließlich seien auch die Toiletten der „Sportklause“ nicht mehr wirklich zeitgemäß. Vor allem aber sprechen die veraltete Heizung und die schlechten Dämmwerte des Gebäudes gegen dessen Erhaltung. Für beide Lösungen – Anbau wie kompletter Neubau – spricht die Möglichkeit ebenerdig und daher barrierefrei bauen zu können.
Besonders wichtig für den Gemeindesaal, in dem sich auch Gruppen mit vielen betagten Mitgliedern treffen können. Außerdem soll ein Jugendzentrum in dem Ersatzbau entstehen. Energie kann natürlich auch gespart werden – und dieser Vorteil würde zweifellos an Bedeutung gewinnen, wenn auch die „Sportklause“ mit ihrem Fassungsvermögen von rund 120 Personen in einem Neubau aufginge.
Dennoch: Falls es Fördermittel der EU nur für die kleine Anbau-Lösung geben sollte, dann wird wohl auch nur diese umgesetzt werden können, erläuterte Frerichs den lebhaft diskutierenden Fulkumern.
„Wir müssen vernünftig bleiben“, sagte der Bürgermeister – und warnte davor, dass ein zu hoher Gemeindeanteil an der Finanzierung die ganze Gemeinde auf Jahre hinaus belasten werde. Dass aber auch er selbst die Vorteile der neuen Lösung sieht und begrüßt, daran ließ Frerichs keinen Zweifel.
Und er wirbt auch noch für die Idee, dass die Maurer Steine der alten Schule im Neubau verarbeiten werden. Damit ein Teil der Fulkumer Geschichte sichtbar bleibt. In einem Bau, der überzeugend in die Zukunft wachsen soll.
