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Verfilmung von Klaus-Peter-Wolf-Büchern Wenn die Flut der „Leiche“ zu Leibe rückt – Herausforderungen beim Dreh in Ostfriesland

In den vergangenen Wochen haben in Ostfriesland die Dreharbeiten für „Ostfriesenschwur“ und „Ostfriesenfluch“ stattgefunden. Die Arbeiten verliefen reibungslos – dennoch gibt es Dinge, auf die die Crew achten muss.

In den vergangenen Wochen haben in Ostfriesland die Dreharbeiten für „Ostfriesenschwur“ und „Ostfriesenfluch“ stattgefunden. Die Arbeiten verliefen reibungslos – dennoch gibt es Dinge, auf die die Crew achten muss.

Schiwago Film

Ostfriesland - Einen Film zu drehen, kann eine Herausforderung sein. Schauspieler koordinieren, die Infrastruktur bereitstellen, Sets bauen und schauen, dass auch die technische Ausstattung funktioniert sind nur einige Dinge, die dabei beachtet werden müssen. Die Produktionsfirma Schiwago Film dreht derzeit sogar zwei Filme in Ostfriesland – beide nach Krimiromanen des Erfolgsautors Klaus-Peter Wolf.

Da könnte man denken, dass Doppeldrehs doppelt aufwendig sind. Das ist es aber nicht, da für „Ostfriesenschwur“ und „Ostfriesenfluch“ nur einmal die Rahmenbedingungen vor Ort geschaffen werden müssen. Es gibt jedoch weitere Herausforderungen, über die sich das Drehteam in Ostfriesland Gedanken machen muss.

Auch bei Regen raus

 Natürlich spiele auch das Wetter eine Rolle, erklärt Simon Grohe von Schiwago Film. Nur nicht so sehr, wie man vermuten würde. „Wir gehen eigentlich bei fast jedem Wetter raus“, sagt der Producer. Denn: „In Ostfriesland findet das Leben ja auch statt, wenn es etwas regnet und die Leute gehen auf die Straße.“ Nur wenn es zu ungemütlich wird, gehe man jedoch rein ins Studio.

Naturschutz

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Natur in Ostfriesland. Viele Zuschauer schalten nämlich nicht nur wegen der spannenden Handlung ein, sondern auch wegen der Aufnahmen der Region. Doch in der Natur zu drehen, ist nicht so einfach: „Wir sind immer im Austausch mit den Behörden und Institutionen wie dem Nationalpark Wattenmeer, was geht und was nicht“, betont Grohe. Einfach so draufloszudrehen, das gehe gar nicht. Auch für verschiedene Luftaufnahmen, die mit der Drohne gemacht werden – sei die Flugzeit auch noch so kurz – werde eine offizielle Genehmigung eingeholt.

Gezeiten im Blick

Auch mit Erlaubnis der zuständigen Stellen sorgt eine typisch ostfriesische Sache immer wieder für Verwirrung: die Gezeiten. „Man kann den Leuten so viel über Ebbe und Flut erzählen, wie man will – die verstehen es dann auch, aber wirklich begreifen kann man es erst, wenn man es erlebt hat“, so Simon Grohe. Bei einem Team von 45 Leuten, führe das Erleben während des Drehs immer wieder zu witzigen Vorfällen. „Es gab eine Szene, da lag eine Leiche am Strand. Die Kolleginnen und Kollegen waren damit beschäftigt, die schön zurechtzumachen – Make-up, hier noch ein wenig am Kostüm ruckeln und was man nicht alles so macht. Und dann meldet sich die Leiche zu Wort, dass es etwas nass wird am Rücken – die Flut kommt. Also muss man das Ganze zwei Meter weiter noch mal aufbauen und das Ganze geht von vorne los.“

Tricks der Profis

Zwar kann man nichts gegen eine kommende Flut machen, es gibt jedoch Tricks, wie man filmisch kaschieren kann, dass verschiedene Pegelstände herrschen. „Wenn man etwa ein Boot hat, würden wir es nicht unbedingt von der Seite filmen“, erklärt Grohe. Durch die Umgebung könne man schnell sehen, ob zwei Sequenzen im Schnitt aneinandergereiht worden sind, die in echt mehrere Stunden auseinander gedreht worden sind. „Also würden wir vom Boot aus eher von oben drehen und durch geschickte Montagen für einen fließenden Übergang sorgen.“ Da für einen reibungslosen Film vieles beachtet werden muss, gesteht der Producer. „Am liebsten drehen wir natürlich in einer Umgebung, in der wir relativ unabhängig von externen Faktoren sind.“ In Ostfriesland ist das zwar nicht immer der Fall, Grohe komme jedoch immer noch gerne für die mehreren Wochen Drehzeit her – auch für kommende Projekte.

Klaus-Peter Wolf hatte ebenso einen Drehtag. Derzeit werden seine Romane „Ostfriesenschwur

„OSTFRIESENSCHWUR“ UND „OSTFRIESENFLUCH“ Warum es für Klaus-Peter Wolf ein Anliegen ist, in seinen Filmen selbst aufzutauchen

Pia Miranda
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Pia Miranda Redaktion Wittmund
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