Wittmund - Vor einigen Tagen feierten wir Bergfest bei unserem Zucker-Experiment. Mittlerweile hat man sich daran gewöhnt, weiß, was man essen kann und was nicht. Doch wirklich einfacher wird das Ganze nicht. Vor allem das gesellschaftliche Leben leidet darunter. Im Büro gibt es zum Abschied von einer Kollegin Kuchen, den wir nur angucken dürfen. Auch das Essengehen mit der Familie am Wochenende macht nicht wirklich Spaß, denn wo versteckter Zucker lauert, ist im Restaurant schwer zu sagen. Und von diesen versteckten Zuckern gibt es viele, wie das Interview mit Antje Warlich von der Verbraucherzentrale Niedersachsen zeigt. Und auch in den Zutatenlisten gibt es immer wieder Wörter, die nicht auf den ersten Blick als Zucker erkennbar sind. Da wäre zum Beispiel Maltodextrin, ein Gemisch aus Zucker und Stärke. Bekannter sind wahrscheinlich Glukose (Traubenzucker), Fruktose (Fruchtzucker), und Laktose (Milchzucker). Üblicher Haushaltszucker wird häufig als Saccharose aufgeführt, er wird aus Zuckerrüben und Zuckerrohr gewonnen.
Trotz unterschiedlicher Namen haben die Zuckerarten eines gemeinsam: Wir brauchen nicht so viel davon, wie wir konsumieren. Aber wie viel ist in Ordnung? Die World Health Organization (WHO) empfiehlt eine Menge von etwa 25 bis 50 Gramm pro Tag. Das entspricht etwa zwölf Teelöffeln. Das bedeutet allerdings nicht, dass man sich zwölf Löffel Zucker in seinen Kaffee rühren sollte. Denn auch der Zucker aus Brot, Ketchup, Marmelade und allem anderen, was wir zu uns nehmen, zählt dazu.
Während unseres Experiments haben meine Kollegin Larissa Siebolds und ich auf jeden Fall gelernt, wie achtsam man mit seiner Ernährung umgehen muss, wenn man seinen Zuckerkonsum reduzieren möchte. Wie man sich achtsam ernährt und warum es manchmal so schwierig ist, seine Essensgewohnheiten zu verändern, besprechen wir in der nächsten Woche mit Ernährungsberaterin Antje Lüken.
