Friedeburg - Vladyslava Savchuk, oder auch kurz Vlada, hat schon in der Ukraine gerne Leuten geholfen sowie Kinder unterstützt. So entschloss sie sich, für das Jugendparlament (Jupa) in Friedeburg zu kandidieren. Seit dem 1. November ist sie Mitglied im Jupa und ist beratende Stimme im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Tourismus.
Flucht nach Deutschland
Vor ca. eineinhalb Jahren ist Vlada Savchuk mit Ihrer Familie vor dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine geflohen. Die 17-Jährige stammt aus Owrutsch, was knapp 30 Kilometer entfernt von der belarussischen Grenze liegt. Von ihrem Heimatort aus flohen ihre Familie und sie Richtung Polen und kamen von dort nach Friedeburg. Da sie seit der 5. Klasse in der Ukraine Deutsch als Fremdsprache hatte, fing sie an, in einem Hilfszentrum für Ukrainer in der Gemeinde zu dolmetschen. Sie wurde auf das Jugendparlament aufmerksam, als einer der Mitarbeiter fragte, ob sie Interesse hätte, im Jupa mitzuwirken und sich für die Neuwahlen als Kandidatin aufzustellen.
Förderung von Freizeitangeboten
Für die Zeit im Jupa möchte Vlada Savchuk vor allem mehr Freizeit- und Kulturangebote anbieten, um Talente von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Aber auch junge Flüchtlinge aus der Ukraine möchte sie unterstützen. Sie betont, dass ihr das Fördern von Angeboten im Bereich Musik sehr wichtig ist. Die Weiterentwicklung und eigene Findung sind wichtige Aspekte für junge Menschen, sagt Vlada Savchuk. Deswegen möchte sie Jugendlichen Perspektiven mit verschiedenen Aktivitäten, wie etwa im Sport, zeigen, die es nicht vor Ort gibt und dadurch die Distanzen zwischen Friedeburg und der Umgebung „verringern“.
Ob sie in Zukunft weiter in der Politik mitwirken möchte, weiß sie noch nicht. Sicher ist aber, dass sie nicht wieder in der Ukraine leben möchte. Einer Ihrer Träume ist es Grundschullehrerin in Deutschland zu werden, denn neben ihrem politischen Engagement und ihrem musikalischen Talent hat sie großes Interesse daran, Wissen weiterzugeben.
