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Zusammenschluss 2024 Deswegen fusionieren die Volksbank Esens und die Raiffeisen-Volksbank Fresena

Die Vorstandsmitglieder der Volksbank Esens Helmut Hicken (l.) und Jan-Siefke Dirks. Die Volksbank Esens will im kommenden Jahr mit der Raiffeisen-Volksbank Fresena mit Sitz in Norden fusionieren.

Die Vorstandsmitglieder der Volksbank Esens Helmut Hicken (l.) und Jan-Siefke Dirks. Die Volksbank Esens will im kommenden Jahr mit der Raiffeisen-Volksbank Fresena mit Sitz in Norden fusionieren.

Klaus Händel/Archiv

Esens - Die Volksbank Esens wird voraussichtlich im kommenden Jahr mit der Raiffeisen-Volksbank Fresena (RVB) mit Sitz in Norden fusionieren. Wie Vorstandsmitglied Jan-Siefken Dirks der Redaktion mitteilt, müssten zwar schlussendlich die Mitglieder der Generalversammlung der Volksbank und die Vertreterversammlung der RVB im kommenden Jahr darüber entscheiden. Die Planungen für die Fusion liefen jedoch schon jetzt.

Gut überlegt

Die Entscheidung für den Zusammenschluss hat sich der Vorstand der Esenser Bank nach mehr als 150 Jahren unabhängigen Agierens nicht leicht gemacht, wie Dirks ausführt. „Wir haben sehr gut überlegt, ob wir diesen Schritt gehen wollen. Wir sind ja auch nicht die einzigen Banken, die sich derzeit zusammenschließen – das passiert gerade deutschlandweit. Aber schlussendlich muss man sich fragen, was in der Zukunft auf uns zukommt und ob wir das alleine stemmen können.“

Gleiche Philosophie

Die Antwort auf die Frage lautete nein. Im Hinblick auf Herausforderungen brauche man einen Partner. Jedoch nicht irgendeinen. „Uns war es wichtig, dass wir jemanden haben, der unsere Philosophie des Servicegedankens ebenfalls lebt“, führt Dirks aus. Damit meint er, dass die Volksbank und auch die RVB auf direkten Kundenkontakt setzen und eher Standorte erhalten, als sie zu schließen.

Sein Vorstandskollege Helmut Hicken führt dahingehend weiter aus: „Der Service spielt bei einer Bank eine große Rolle, wenn es um eine langfristige Bindung mit dem Kunden geht. Hier sehen wir unsere Stärke und wollen darauf künftig ebenso wenig verzichten wie die RVB Fresena.“

Aus Stärke fusionieren

Außerdem sei die Zeit passend. Beiden Banken gehe es gut, sodass man sich jetzt noch den idealen Partner aussuchen könne. Die RVB Fresena und die Volksbank Esens seien dahingehend ideale Partner, die sich in der Kundenorientiertheit gleichen und ihr Filialnetz gut ergänzten, erklärt Dirks. „Wir sind beide auf Inseln vertreten und sind Küstenbanken, kennen somit den Geschäftsbereich Tourismus unserer Kunden – zusammengefasst ergänzen wir uns wunderbar.“

Wo Volksbank Esens drauf steht, wird auch nach der Fusion Volksbank Esens drin sein. Das verspricht der Vorstand.

FUSION MIT RAIFFEISEN-VOLKSBANK FRESENA Das ändert sich für die Kunden der Volksbank Esens

Pia Miranda
Esens

So werden die Banken, die nach der Fusion unter dem Namen Raiffeisen-Volksbank Fresena eG laufen, auf der ostfriesischen Halbinsel 23 Bankstellen mit 237 Mitarbeitern betreiben. Der traditionsreiche Name der Volksbank Esens bleibe jedoch bestehen wie die Zweigniederlassungen Juister Volksbank, Borkumer Volksbank und Raiffeisenbank Carolinensiel. Die Vorstandsmitglieder betonen, dass es eine Fusion auf Augenhöhe ist, auch wenn die Bank in Esens kleiner sei.

Personelle Ressourcen

Dieser Schritt wird aber nicht ganz aus freien Stücken gemacht. Denn durch Themen wie die Digitalisierung, der Fachkräftemangel und auch das Erstarken von Direktbanken, die ihre Geschäfte überwiegend online abwickeln, müssen sich traditionelle Banken in neue Fahrwasser begeben. „Wir dürfen unsere Stärke – den Service – nicht vernachlässigen, müssen gleichzeitig aber auch all das anbieten, was andere Mitbewerber haben. Das geht nur mit großem personellem Aufwand“, so Dirks. Die Volksbank könne mit Fresena ein größeres Paket schnüren, mit dem sowohl die Anforderungen der Bankenregulierung zu bewältigen sei, als auch die Digitalisierung. „Die Zusammenführung beider Belegschaften reduziert das Personalausfallrisiko für beide Banken deutlich“, sagt Hicken. Das sei gut für die Mitarbeiter, da sie sich spezialisieren könnten, aber auch für den Kunden. Denn die Standorte könnten so weiterhin verlässlich arbeiten und erhalten bleiben. So verändert sich die Bank zwar, jedoch nur, damit für die Kunden im besten Fall alles beim Alten bleibt.

Pia Miranda
Pia Miranda Redaktion Wittmund
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