Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Besuch aus Südkorea Mehr als 8000 Kilometer gereist, um von Langeoogern zu lernen

Klaus Kremer
Eine Delegation aus Südkorea war nun wieder auf Langeoog. Der Grund ist simpel: Sie wollen von uns über das Wattenmeer lernen.

Eine Delegation aus Südkorea war nun wieder auf Langeoog. Der Grund ist simpel: Sie wollen von uns über das Wattenmeer lernen.

Klaus Kremer

Langeoog - 8550 Kilometer ist Südkorea in etwa von der ostfriesischen Insel Langeoog entfernt. Diese Reise hat nun der Oberbürgermeister des südkoreanischen Landkreises Sinan mit einer Reisegruppe auf sich genommen. Ferien und Urlaub standen nicht auf dem Programm, sondern von den Insulanern zu lernen. Denn Sinan und Langeoog haben eine Sache gemeinsam: Sie liegen an einem Wattenmeer.

Oberbürgermeister Woo Ryang Park wurde dabei auch von Anja Domnick vom Common Wadden Sea Secretariat in Wilhelmshaven begleitet.

Der erste Besuch auf der Insel ist es aber nicht. Seit mehr als zehn Jahren kommen regelmäßig Repräsentanten der Wattenmeer-Region des ostasiatischen Landes, um sich über den Nationalpark Wattenmeer zu informieren.

Umdenken fand statt

Damals setzte ein Umdenken ein. Während zuvor häufig Wattflächen durch Aufspülung verkleinert und wirtschaftlich nutzbar gemacht worden waren, rückte die Erhaltung nun stärker in den Fokus. Inzwischen ist das Wattenmeer vor Sinan mit mehr als 1000 Inseln seit zwei Jahren ebenfalls Unesco-Weltnaturerbe.

Im Mittelpunkt des Interesses der Vertreter des Welterbe-Managements und der Stadträte stand bei diesem Besuch das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner in der besonderen Naturlandschaft, die touristische Nutzung und der Schutz der Natur. Ziel war, den nachhaltigen Umgang mit der Welterbe-Landschaft und dafür eingesetzten Strukturen kennen zu lernen und welche Anstrengungen unternommen werden, das Bewusstsein für den besonderen Lebensraum und den notwendigen Schutz der Ökologie zu stärken. Langeoog war neben Spiekeroog und Cuxhaven als Ziel ausgewählt worden, da auch ein besonderer Fokus auf SlowFood und FairTrade gelegt werden sollte. Der viertägige Aufenthalt endete Anfang der Woche mit einem Besuch des Multimar Wattforums in Dänemark.

Langeoog seit 2009 Vorbild

Langeoog und der Nationalpark Wattenmeer dienen seit 2009 als Vorbild für die Entwicklung. Nach dem ersten Besuch am Rande des 12. Wattenmeersymposiums in Wilhelmshaven kamen bereits 2010 erstmals Nationalparkranger aus Südkorea nach Langeoog, um sich unter anderem mit Jan Weinbecker, dem damaligen Ranger auf Langeoog, auszutauschen. Es folgten weitere Reisen auf die Insel, unter anderem war 2017 auch ein Fernsehteam zu Gast. Zuletzt führte Uwe Garrels im November 2022 eine Gruppe aus der Sunchean Bay über die Insel.

Schutz der letzten Wattenmeere

Es gibt weltweit nur wenige Regionen mit Wattgebieten. Daher honoriert die Unesco deren Schutz mit der Auszeichnung als Weltnaturerbe. Sinan liegt in der Provinz Süd-Jeolla im äußersten Südwesten des Landes. Der Landkreis besteht aus 111 bewohnten und zahlreichen unbewohnten Inseln, das sind 25 Prozent aller Inseln von Südkorea. Sie liegen auf einem Festlandsockel und zum Teil in einem Wattenmeer. Der Tourismus beschränkt sich bisher überwiegend auf den nördlichen Teil der Inselgruppe.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg
Meinung
Landwirte protestieren am Rande einer Veranstaltung der Grünen. Die Ampel zieht viel Kritik auf sich.

FORDERUNGSKATALOG AUFGESTELLT Darum sind die Landwirte weiterhin wütend auf die Politik

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Ein Mann zündet sich einen Joint an. In der Umgebung von Schulen und Spielplätzen ist das Kiffen in Niedersachsen weiterhin verboten. Doch wer kontrolliert die Einhaltung?

TEIL-LEGALISIERUNG IN NIEDERSACHSEN Städte und Gemeinden fordern Klarheit und Unterstützung bei Cannabis-Kontrollen

Christina Sticht (dpa)
Hameln