Wiesmoor - „Hier ist jetzt erstmal ein Stau“, sagte am Sonntagnachmittag eine Weihnachtsmarktbesucherin zu einer anderen. Diese lächelte und antwortete: „Das ist nicht so schlimm“. Die beiden Frauen nahmen es gelassen und warteten geduldig, bis sich der Tross an Menschen in der engen Gasse zwischen dem Kolonistenhaus und der Sägerei wieder in Bewegung setzte.
Solche Szenen gab es am dritten Adventssonntag häufiger im Torf- und Siedlungsmuseum, denn der Wiesmoorer Weihnachtsmarkt konnte sich auch nach einer zweijährigen Corona-Zwangspause über einen enormen Zulauf freuen und hat somit keineswegs an Anziehungskraft verloren.
Veranstalter waren mehrals zufrieden
Auch die immer wieder auftretende Diskussion, der Weihnachtsmarkt soll zentral auf dem Marktplatz stattfinden, konnte der etablierten Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder nichts antun. „Wir stehen zu unserem Weihnachtsmarkt“, sagte Ariane Schoon, Vizevorsitzende des Museums. Sie war mit dem Verlauf des ersten Veranstaltungstages mehr als zufrieden. „Die Besucher mussten lange auf unseren Weihnachtsmarkt verzichten und freuen sich, dass man sich wieder treffen und miteinander klönen kann“, so Schoon.
Ein Team aus 30 ehrenamtlichen Museumshelfern zeigt sich dafür verantwortlich, dass das Museumsdorf im weihnachtlichen Lichterglanz erstrahlt und dass in der Fehnkneipe gemütlich eine Tasse Tee getrunken werden kann.
Und auch die Tatsache, dass alle Verzehrstände sowie die rund 30 Aussteller am Sonntag die passenden Voraussetzungen vorfanden, geht auf das Konto der ehrenamtlichen Helfer. Dazu Schoon: „Das Engagement unserer Helfer verdient meinen höchsten Respekt“.
Stadtorchester und Blütenprinzessin
Unter den Hobbyausstellern weilte mit dem Stövchenmacher Alfred Weber einmal mehr ein bekanntes Gesicht. Das Museumsteam konnte allerdings auch neue Aussteller für den Weihnachtsmarkt gewinnen.
So zum Beispiel die Blütenprinzessin aus dem Jahr 2006/2007, Maike Fischer, die kleine Weihnachtsmitbringsel unter die Leute brachte. Und dann war da noch das Stadtorchester, das erstmalig auf dem Weihnachtsmarkt in Wiesmoor aufspielte und mit Adventsliedern wie „Tochter Zion“ dafür sorgte, dass auch der letzte Marktbesucher in Weihnachtsstimmung kam.
