Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Medizin 100 Bewerber wollenKlinik-Chef in Wittmund werden

Inga mennen

Wittmund - Damit hatte auch Landrat Holger Heymann kaum gerechnet. Als der Landkreis im Spätsommer die Stelle für die Geschäftsführung des Krankenhauses Wittmund ausgeschrieben hatte, flatterten der Behörde 100 Bewerbungen ins Haus.

„20 davon waren Initiativschreiben“, sagte der Landrat am Montagabend und präsentierte dann auch den neuen Klink-Chef. Der 58-jährige Kai Schasse wird ab dem 15. Februar die Geschicke des Krankenhauses mit seinen 152 Betten leiten. Damit folgt er Ralf Benninghoff, der zum 2. Januar nach Hannover wechselt. „Wir haben uns dann letztlich auf fünf Bewerber geeinigt, die sich jeweils eine Stunde lang dem Gremium vorstellten“, sagte Holger Heymann. Chefärzte, Pflegedienstleitung und Vertreter des Aufsichtsrates nahmen an den Bewerbungsgesprächen teil. Die Gespräche wurden am 26. Oktober geführt. Nachdem am Montag Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung getagt hatten, konnte Schasse seinen Arbeitsvertrag, der auf fünf Jahre befristet ist, unterschreiben. „Ich freue mich auf meine Aufgaben in dem Haus, das auf mich sehr modern wirkt“, sagte der Betriebswirt.

Er möchte mit seiner Frau zeitnah in den Landkreis Wittmund ziehen. Momentan wohnt die Familie noch im Alb Donau Kreis.

„Als ich vor vier Wochen das erste Mal im Krankenhaus war, habe ich nur gedacht, wie modern es ist“, sagt Kai Schasse. Er wird zum 15. Februar neuer Geschäftsführer der Wittmunder Klinik. Die ersten Gespräche im Hause hat er bereits geführt und am Montagabend wurde der 58-Jährige dann auch offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Schasse folgt auf Ralf Benninghoff, der das Haus Ende des Jahres verlässt und in eine vergleichbare Position in Hannover wechselt.

Gremien trugen Entscheidung mit

„Ich bin sehr froh, dass die Krankenhausgremien unserem Personalvorschlag gefolgt sind und wir somit nahezu nahtlos die Nachfolge von Ralf Benninghoff regeln konnten, der hier einen guten Job gemacht hat“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Holger Heymann, Landrat des Landkreises Wittmund. „Ich bin sicher, dass wir mit Herrn Schasse aufgrund seiner beruflichen Expertise eine gute Wahl getroffen haben. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit ihm“. Schasse kommt mit viel Erfahrung nach beruflichen Stationen in Hannover und Ulm nach Wittmund. Er beginnt seine Tätigkeit am 15. Februar 2023.

Klinik ist sehr gut aufgestellt

„Nach meinen Gesprächen mit Herrn Landrat Heymann, den weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrates und mit einigen Führungskräften des Krankenhauses war ich von der großen Identifikation der Beteiligten mit dem Haus sehr beeindruckt“, sagt Kai Schasse. Die hohe Mitgliederzahl des Fördervereins beweise ihm auch, dass das Interesse am Krankenhaus auch in der Bevölkerung sehr groß sei. Er halte das Wittmunder Krankenhaus für „medizinisch gut aufgestellt“.

Hohe Akzeptanz in der Bevölkerung

Die hohe Auslastung zeige sowohl die Akzeptanz in der Bevölkerung als auch die Bedeutung für die wohnortnahe medizinische Versorgung in hoher Qualität. Er sehe es als eine seiner wichtigsten Aufgaben an, sicherzustellen, dass das Krankenhaus auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werde. Schasse: „Gesundheitsversorgung ist Teamwork und eine Gemeinschaftsaufgabe. Deshalb freue ich mich ganz besonders auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses und des Medizinischen Versorgungszentrums.“

Schasse kommt gebürtig aus der Region Hannover, wo er auch viele Jahre gearbeitet hat. Seit 2015 war er in der Geschäftsführung der Alb-Donau Klinik tätig. „Aber uns zieht es einfach in den Norden zurück“, so Schasse, der im März um Aufhebung seines Vertrages gebeten hatte. Mit seiner Frau möchte er in den Landkreis Wittmund ziehen. Esens gefällt uns sehr gut“, so der 58-Jährige.

Bauabschnitte und schwarze Zahlen

„Während der letzten fast sechs Jahre haben wir viel erreicht. Der erste Bauabschnitt wurde abgeschlossen und der zweite Bauabschnitt zur Neustrukturierung der Pflege inklusive der Verlegung des Haupteinganges wurde auf den Weg gebracht. Mit der Errichtung der Baustraße wird in Kürze begonnen. Durch einen soliden Ausbau und die Weiterentwicklung der Leistungen sowie die Anpassung vieler Prozesse haben sich die Ergebnisse immer weiter verbessert“, so Ralf Benninghoff, der zum 31. Dezember ausscheidet. Das Krankenhaus schreibe jetzt das dritte positive Betriebsergebnis und den zweiten Jahresüberschuss in Folge. Diese Entwicklung sei mit Blick auf die sich stark wandelnde Krankenhauslandschaft im Nordwesten nicht selbstverständlich. Zumal all dies auch unter den seit Anfang 2020 geltenden riesigen Herausforderung der Corona-Pandemie erfolgt sei. „Dies war nur durch die tollen und hochengagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Unterstützung aller Gremien und der Politik möglich“, betonte Benninghoff.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Komm in meine Arme: Die B-Juniorinnen der SpVg Aurich – hier im Spiel gegen den VfL Wolfsburg – wollen Sonnabend gegen Mönchengladbach den Grundstein zum Einzug ins Finale legen.

KAMPF UM DEUTSCHE MEISTERSCHAFT Aurichs Fußballerinnen hoffen im ersten Halbfinale gegen Gladbach auf 3500 Fans

Ingo Janssen
Aurich
Jubelt weiter für den VfB: Drilon Demaj

ALLROUNDER BLEIBT BEI FUSSBALL-REGIONALLIGIST Neu-Stürmer Drilon Demaj verlängert Vertrag beim VfB Oldenburg

Lars Blancke
Oldenburg
Mit zurzeit 51 Rudeln, vier Paaren und drei Einzelwölfen gilt Niedersachsen als Wolfsland. Die Gerichte haben hohe Hürden für einen Abschuss von Problemwölfen aufgebaut.

GERICHT ERHÖHT HÜRDEN Darum werden derzeit keine Problemwölfe in Niedersachsen getötet

Stefan Idel Büro Hannover
Lüneburg
Führungswechsel bei der GSG Oldenburg, Daniel Jircik wird neuer Geschäftsführer der GSG (v.l): Michael Thanheiser, OB Jürgen Krogmann, Daniel Jircik, Stefan Könner

DANIEL JIRCIK Warum der designierte GSG-Geschäftsführer in Stendaler Unternehmen fristlos entlassen wurde

Thomas Husmann
Oldenburg
Kommentar
Einweihung der Fahrradstraße mit prominenten Gästen (von rechts vorn): Zwischenahns Bürgermeister Henning Dierks, CDU-Landtagsabgeordneter Jens Nacke, Olaf Lies, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, die Ammerländer Landrätin Karin Harms und SPD-Landtagsabgeordneter Björn Meyer Ende April.

FÖRDERUNG DES FAHRRADVERKEHRS Entwicklungsland Deutschland

Michael Sommer