Wittmund - Es ist geschafft. 50 Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule halten ihr Abiturzeugnis in den Händen. Seit 40 Jahren wird in Wittmund das Abitur abgenommen. Zur Verabschiedung des besonderen Jahrganges 2022 begrüßte Schulleiter Dr. Reinhard Aulke die Abiturientinnen und Abiturienten, ihre Familien, Freunde und zahlreiche Ehrengäste in der Pausenhalle der Alexander-von-Humboldt-Schule.
Schüler aus der Ukraine
Im Vorfeld der offiziellen Verabschiedung gab es einen von den Schülern gestalteten Gottesdienst in der St.-Nicolai-Kirche Wittmund unter der Leitung von Schulpastorin Christine Lammers.
Dr. Aulke betonte die Festlichkeit des Anlasses, wies aber auch auf die aktuelle weltpolitische Lage hin, insbesondere darauf, dass die Alexander-von-Humboldt-Schule viele Schülerinnen und Schüler aus ihrer Partnerschule in Mariupol/Ukraine aufgenommen hat. Eine dieser Schülerinnen, Daria Chornenka, spielte zur Einstimmung der Entlassfeier ein bewegendes Sonett von Franz Liszt auf dem Klavier.
Der stellvertretende Landrat Werner Ihnken und Bürgermeister Rolf Claußen beglückwünschten die Schüler und betonten, dass sie die erschwerten Bedingungen, unter denen dieses Abitur vorbereitet und absolviert worden ist, anerkennen. Sie wünschten alles Gute für die Zukunft. Beide politische Vertreter hoffen aber, dass die Abschlussschüler nach ihrer Ausbildung oder dem Studium zurück in ihre Heimatstadt kommen.
Auf die für diesen Abschlussjahrgang besonderen Bedingungen ging Gymnasialzweigleiterin Birthe Flathmann ein. Sie stellte die Kompetenzen der Absolventinnen und Absolventen heraus, die in den Zeiten geteilter Lerngruppen, im Homeoffice und im Lernen auf Abstand gefordert waren: Eigeninitiative und Selbstorganisation. Sie erinnerte an die letzten neun Schuljahre an der KGS und betonte den Zusammenhalt im Jahrgang.
Die Abiturientinnen Greta Hanken und Nathalie Kien fassten aus ihrer Sicht die vergangenen Jahre zusammen und bedankten sich insbesondere bei ihren Familien, Lehrkräften und Tutorinnen und Tutoren. Elke Kehrbach, Vorsitzende des Schulelternrats und stolze Mutter einer Abiturientin, ging auf die Elternsicht zur Schulzeit ein.
Musik zum Abschied
Besondere Leistungen in einzelnen Fächern wurden geehrt und bei der Zeugnisausgabe durch die Tutoren gab es bewegende und emotionale Momente. 15 der 50 Abiturientinnen und Abiturienten erreichten eine „1 vor dem Komma“ und erhielten dafür von Heiko Sieling, dem Vorsitzenden des Fördervereins, einen Buchpreis. Das beste Abitur wurde in diesem Jahr von Lara Hinrichs mit der Traumnote 1,0 erreicht. Insgesamt lag der Durchschnitt bei 2,28.
Das festliche Rahmenprogramm wurde von der Schulband Abi-JAM, die mit Lehrkräften und Abiturientinnen besetzt war, und der Tanzformation „Beat Steps“ unter der Leitung von Ines Rosenkranz abgerundet. Anschließend lud der Förderverein zu einem Sektempfang ein.
