Wittmund - Zwei Tage nach dem ein 20-Jähriger Pflegekräfte des Wittmunder Krankenhauses mit einem Messer in der Notaufnahme bedroht hat, wurden nun am Montag die Schäden aufgenommen, die der psychisch kranke Mann verursacht hatte. Der 20-Jährige hatte sich in einem der Behandlungszimmer in der Notaufnahme verbarrikadiert. Vermutlich hatte er etwas von innen vor die Tür gestellt.
„Schäden sind nicht unerheblich“
„Die Schäden sind nicht unerheblich, den Raum können wir derzeit nicht nutzen“, sagte Klinik-Geschäftsführer Ralf Benninghoff auf Nachfrage. Der 20-Jährige hatte dort randaliert und auch mit Jod um sich gespritzt. „Die Beschädigungen werden derzeit aufgenommen, danach soll der Raum so schnell wie möglich wieder hergerichtet werden. Wir können schließlich nicht darauf verzichten“, so Benninghoff.
Ein Arzt der Klinik hatte es geschafft, den aufgebrachten Mann, der am Freitagabend bereits mit einem Klappmesser bewaffnet in der Notaufnahme erschienen und dort die Pflegekräfte bedrohte, in den Untersuchungsraum zu drängen.
Bedrohungssituationen sind nicht selten
Ralf Benninghoff lobte bereits am Sonnabend das besonnene Verhalten der Pflegekräfte. „Sie werden auf solche Situationen auch geschult“, so der Geschäftsführer. Aber die Theorie sei das eine und intuitives Verhalten bei einer solchen Ausnahmesituation das andere. In Gesprächen mit Kollegen, so Benninghoff, höre er heraus, dass diese Situationen nicht selten sind. „Natürlich war eine so massive Bedrohungslage in Wittmund eine Ausnahme“, so der Klinik-Chef.
Es gehöre aber auch zum Alltag in einem Krankenhaus, mit Betrunknen oder unter Drogen stehenden Menschen umzugehen, sie gegebenenfalls zu besänftigen.
„Silvester oder zu großen Festen ist das nicht ungewöhnlich“, so Benninghoff. Der Vorfall von Freitag wird nun Thema des Risikomanagement im Krankenhaus werden. „Wir werden das in Ruhe besprechen und analysieren.“
