Wittmund - Am 16. Oktober 1968 wurde das Krankenhaus Wittmund am heutigen Standort eröffnet. 11,5 Millionen Mark hatte der Landkreis damals in den Neubau investiert. Die Klinik wurde immer wieder modernisiert und Teile wie die Operationssäle, die Intensivstation und der Aufwachraum umgebaut. Nun soll in einem letzten Bauabschnitt noch ein neuer Anbau kommen. Damit wird dann auch der Eingang an die Südseite des Hauses verlegt. So wird die Klinik eine schnelle Anbindung von der Bundesstraße 210 erhalten und auch mehr Parkflächen.
Baustraße wird dieses Jahr noch angelegt
Vor zwei Jahren hatte das Land Niedersachsen der Förderung des 21 Millionen Euro teuren Projektes zugestimmt und damit 15 Millionen Euro zugesagt. Wie Klinik-Geschäftsführer Ralf Benninghoff berichtet, sind die vorbereitenden Maßnahmen, wie die Verlegung der Gasleitungen, fast abgeschlossen. Nun soll zum Ende des Jahres mit der Einrichtung der Baustraße begonnen werden. „Parallel werden wir die Arbeiten für den Hochbau ausschreiben“, sagt er. Damit könnte dann im Frühjahr 2023 der erste Spatenstich erfolgen. „Natürlich wird das nicht einfach, der Anbau wird im laufenden Betrieb erfolgen“ sagt der Geschäftsführer. 2000 Quadratmeter werden somit neu entstehen. In dem neuen Anbau werden der Eingangsbereich, die Notaufnahme, die Cafeteria und auch Patientenzimmer untergebracht.
Mehr Betten erhält die Klinik damit aber nicht. „Wir bleiben vorerst bei den 152 Planbetten“, sagt Benninghoff. Es wird mit einer Bauzeit von gut zwei Jahren gerechnet. Auch die Fassade des Krankenhauses muss nämlich modernisiert und energetisch hergerichtet werden. Auch die Patientenzimmer werden nach und nach renoviert und dem Brandschutz entsprechend umgebaut. Für diese Arbeiten wird das Krankenhaus dann aber vorübergehend mit weniger Betten auskommen müssen.
8000 stationären Patienten pro Jahr
Im Wittmunder Krankenhaus werden jährlich rund 8000 Patienten stationär und 12 000 ambulant behandelt. Rund 1500 ambulante Operationen werden pro Jahr vorgenommen. Rund 14 000 Verletzte landen jedes Jahr in der zentralen Notaufnahme.
