Wittmund - Stolze 3240 Euro kamen bei der gemeinsamen Aktion der Patchwork-Gruppe um Helene Fischer und des Landfrauenvereins Wittmund beim Erntedankfest auf dem Wittmunder Marktplatz zusammen. Von vornherein stand fest, dass dieses Geld für die Integration von Kindern und Jugendlichen ukrainischer Flüchtlinge im Landkreis Wittmund verwendet werden soll. Als bei einem Arbeitsgespräch aufgelistet wurde, welche Angebote dabei verwirklicht werden sollen, gab die Blücher-Stiftung „Kinder in Not“ spontan weitere 2000 Euro hinzu.

Bei einem Treffen erklärten die Initiatorinnen um Helene Fischer und Inge Elis, welche Ideen sie haben, um im Harlingerland gelandeten ukrainischen Kinder und Jugendlichen zu helfen. So soll es zusätzliche professionelle Angebote geben, um schneller deutsch zu lernen – eventuell in den Kitas und in der Grundschule. Da die jungen Leute erfahrungsgemäß gerne Musik machen und das gemeinsame Musizieren verbindet, soll eine Trommel-AG in Zusammenarbeit mit der Musikschule entstehen. Auch an Schwimmkurse ist gedacht worden; hier soll Kontakt mit der Stadt Wittmund aufgenommen werden. Das Jugendwerk um Jurij Ils wird einer der Ansprechpartner sein, um den jungen Kriegsflüchtlingen unterschiedliche Aktivitäten anzubieten.

In Zusammenarbeit mit dem Wattenmeerhaus Carolinensiel könnte es Veranstaltungen geben, bei denen die jungen Ukrainer die ostfriesische Kultur und Geschichte kennenlernen. Inge Elis: „Vor allem sollen die Jungen und Mädchen aber auch selbst gefragt werden, welche Wünsche und Vorstellungen sie haben.“ Deshalb soll ein intensiver Kontakt zu den Gemeinschaftsunterkünften in Esens und Wittmund hergestellt werden.

Gerd „Thelly“ Thellmann, Vorsitzender der Stiftung „Kinder in Not“ betonte, dass eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Landkreis Wittmund angestrebt wird: „Als ich gehört habe, was alles geplant ist, hat unser Stiftung weitere 2000 Euro zur Verfügung gestellt.“ Die 5240 Euro sollen im Harlingerland verbleiben. Die Hilfsaktionen werden zwischen der Stiftung „Kinder in Not“ und dem Landfrauenverein abgestimmt.