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Umweltbildung im Wald Wittmund Unterricht: Von Böden über Klimawandel bis zur Moorleiche

Rainer Köpsell

Wittmund - Mit Fahrrad oder in Auto-Fahrgemeinschaften kamen mehr als 20 Schülerinnen und Schüler der Kooperativen Gesamtschule Wittmund (KGS) in den Wald zum Naturschutzhof, wo das Team der Umweltbildungseinrichtung und Helfer ein anspruchsvolles Programm vorbereitet hatten.

Praxis lernen

Da der Wald zu einem Thema der Abiturprüfungen im Jahr 2023 werden kann, war es eine gute Idee, den Unterricht für die beiden Bio-Leistungskurse des zwölften Jahrgangs der KGS um einen Praxis-Vormittag im Wald zu bereichern.

„Bei unseren Schülerinnen und Schülern werden so im Moos und unter Bäumen Bilder im Kopf entstehen, die sie abrufen können, wenn es in der Prüfung um Zusammenhänge und Entwicklungen in Wald-Ökosystemen geht“, so Lehrer Thore Linda. Er und seine Kollegin Ute Höfer sind für die beiden Bio-Leistungskurse an der KGS zuständig.

Für die Kursteilnehmern hatten Waldpädagogin Kathrin Kroker-Gembler und Naturschutzhofleiterin Katharina Glaum vier Lernstationen vorbereitet. „Dort sind verschiedene Schwerpunkte vorbereitet. Ressourcen wie Licht, Nährstoffe und Wasser, die Auswirkungen des Klimawandels, der Boden als Standortfaktor sowie historische Waldentwicklung und Konkurrenzverhältnisse zwischen Bäumen“, nannte Waldpädagogin Kathrin Kroker-Gembler die anspruchsvollen Wald-Themen.

Nach vier Stationen wollten alle noch die geologische Rarität „Hohehahner Moor“ besuchen. Die Moorbildung ist die Folge einer eiszeitlichen Erscheinung, die von Fachleuten Pingo-Ruine genannt wird. Ein ehemaliger riesiger Eisbrocken hat sich mit der Erwärmung nach der letzten Eiszeit zu einem See und später zu einem Hochmoor entwickelte.

Zur Unterstützung des Unterrichts im Wald standen dem Naturschutzhof-Team noch zwei Helferinnen zur Seite – Forststudentin Sofie Biberacher aus Jever und Anita Donhauser aus Reepsholt.

Positives Resümee

Am Grillplatz des Naturschutzhofes war am Ende des lehrreichen, praxisorientierten Vormittages die Abschlussbesprechung. Es gab ein positives Resümee durch die Schülerinnen und Schüler der beiden Bio-Leistungskurse.

Es wurde noch länger über die naturkundlichen Ergebnisse diskutiert, aber auch über die besten Mückenschutzmittel – denn die sind im Wittmunder Wald zurzeit sehr angebracht.

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