Wittmund - Seine Kindheit und Jugendzeit verbrachte Karl Bösch, der am 6. Juni 1883 in Bremerhaven geboren wurde, in Wittmund. Dort wohnte seine Familie im Haus Osterstraße 46. Nach dem Abitur absolvierte er sowohl die Kunstgewerbeschule als auch die Königliche Kunstakademie in Düsseldorf, die er 1904 verließ.
Als Kunsterzieher arbeitete Karl Bösch am Realgymnasium in Siegen und unterbrach die Zeit zu Studienzwecken sowie für den Militär- und Kriegsdienst. Im Anschluss verbrachte der freischaffende Künstler acht Monate in der Alten Pinakothek in München und bildete sich in anderen künstlerischen Techniken weiter. Bösch gehörte unter anderem dem Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands und dem Bund deutscher Gebrauchsgraphiker an.
Seit 1920 in Wittmund
In seine Heimatstadt Wittmund kehrte der Kunstmaler 1920 nach seiner Heirat mit Friederika Pilger zurück. Hier setzte er seine künstlerische Arbeit fort und fertigte unter anderem den Entwurf des heute auf dem Friedhof stehenden Ehrendenkmals. Für dessen Finanzierung entwarf er die künstlerischen Motive für die vier Spendenquittungen. Ebenso gestaltete Karl Bösch die Wappen für Stadt und Landkreis Wittmund.
Neben der künstlerischen Tätigkeit arbeitete Bösch nach Abschluss eines weiteren Studiums ab 1923 als Gewerbelehrer und Direktor der Kreisberufsschule Wittmund, an deren Wiederaufbau er nach dem Krieg maßgeblich beteiligt war. 1948 wurde Karl Bösch pensioniert; er starb am 17. Dezember 1952 in Wittmund.
Das Buch
Historiker Dr. Walter Baumfalk, Verfasser des Ostfriesischen Künstlerlexikons, gab in diesem Jahr eine 186 Seiten umfassende Biografie heraus, in der viele von Karl Böschs Werke in chronologischer Folge abgebildet sind. „Karl Bösch – Maler, Lehrer, Soldat – Ein Leben als Künstler im Umbruch der Zeitepochen“ ist das Im Isensee-Verlag Oldenburg erschienenen Buch betitelt. ISBN 978-3-7308-1996-8.
