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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Landwirtschaft

Aktion Von Umweltministerin: Das finden die Bauern gar nicht witzig

04.02.2017

Hannover /Berlin Für eine Serie von politisch motivierten Bauernregeln bekommt Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) viel Gegenwind. Der Bauernverband sprach am Freitag von einer „inhaltlichen Bankrotterklärung“. Das Umweltministerium könne nicht mehr ernst genommen werden.

Christian Schmidt     Bild: Kappeler/dpa
Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) fordert in einem Brief seine Kabinettskollegin auf, „die Kampagne sofort zu beenden und sich für den entstandenen Schaden bei den Bäuerinnen und Bauern öffentlich zu entschuldigen“. Der gesamte Berufsstand werde undifferenziert an den Pranger gestellt, heißt es in dem Schreiben.

„Wer sich so in Ton, Weise und Inhalt vergreift, muss sich nicht wundern, wenn er damit Kopfschütteln und Fragen nach der Existenzberechtigung seines Hauses auslöst – auch außerhalb der Landwirtschaft“, erklärte Unionsfraktionsvize Gitta Connemann (CDU/Leer) im Gespräch mit unserer Berliner Redaktion.

Bild: BMUB/dpa
Barbara Hendricks     Bild: Jensen/dpa
Tags zuvor hatte das Bundesumweltministerium elf „neue Bauernregeln“ veröffentlicht, die auch in 70 deutschen Städten plakatiert werden sollen. Unter anderem wird gereimt: „Zu viel Dünger, das ist Fakt, ist fürs Grundwasser beknackt.“ Und: „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.“

Das Umweltministerium in Berlin wies die Kritik zurück. „Uns geht es nicht darum, einen Berufsstand zu diffamieren“, versicherte ein Ministeriumssprecher. Man wolle lediglich im Rahmen einer gesellschaftlichen Debatte „auf spielerische und humorvolle Art“ auf Fehlentwicklungen aufmerksam machen.

Die Interessengemeinschaft Deutscher Schweinehalter mit Sitz in Damme ist ebenfalls empört über die „Verunglimpfung“ und hat sich schon einen Gegenschlag ausgedacht. Der Verband sammelt Geld für eine eigene Plakatkampagne. „Fährt Frau Hendricks ihren A8, lässt sie den Umweltschutz gern außer Acht“, reimen die Schweinehalter auf ihrer Internet-Seite.

Auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Niedersachsen/Bremen ließ sich von den „Neuen Bauernregeln“ inspirieren und schickte Hendricks einen Rat in Versen: „Statt Bauern-Bashing, bitte sehr, stützt die Agrarfabriken nimmermehr! Und schreibt Ihr von den Reimen mehr, dann schreibt auch dieses, bitte sehr!“

Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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