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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Landwirtschaft

Tankstelle für Pollen und Nektar

16.05.2019

Bad Zwischenahn Gute Nachrichten für Insekten: Bei Hausbesitzern, Hobbygärtnern und Gartenfreunden gibt es einen klaren Trend zu Natur- und Nutzgärten. „Die Wiese darf auch mal wachsen, nicht jede Fuge wird verfüllt, und es werden wieder verstärkt Kräuter angebaut und regionaltypische Stauden und Gehölze wie Wildkrokusse, Salbei, Heide, Obstbäume und Bartblume gepflanzt“, sagt Erika Brunken, Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie der Landwirtschaftskammer mit Sitz in Bad Zwischenahn.

Gemüse und Kräuter

Akademie-Leiterin Erika Brunken (rechts) mit ihrer Kollegin Gerda von Lienen im Bauerngarten

Erika Brunken leitet die Akademie seit ihrer Gründung im Jahr 2004 und betreut und berät mit ihrer Kollegin Mechtild Ahlers vor allem Hobbygärtner und Gartenfreunde. Zudem bietet die Akademie Weiterbildungsmaßnahmen für Gartenbaubetriebe an.

Die Zeiten von pflegeleichten Gärten, in denen gern auch Chemikalien eingesetzt wurden, seien vorbei. Gefragt seien derzeit der Anbau von Gemüse und Kräutern im Hochbeet, von Hortensien und anderen blühenden Gehölzen sowie Stauden und Sommerblumen. Erika Brunken, die in einem Forsthaus aufgewachsen ist und Gartenbau studiert hat, setzt dabei auf ein ganzheitliches Konzept: „In der Natur ist nichts überflüssig. Alles hat seine Aufgabe“, betont sie. Diesen Kreislauf der Natur müsse man verstehen und fördern. Deshalb brauche auch ein Naturgarten eine gestaltende und ordnende Hand.“

Zinnien mit Zitronenfalter

Das Potenzial der Privatgärten für den Naturschutz sei enorm: „In Deutschland bewirtschaften etwa 15 Millionen Freizeitgärtner eine Fläche von rund 930 000 Hektar – das sind etwa 2,6 Prozent der Gesamtfläche der Bundesrepublik.

Bäuerlicher Garten

Die Niedersächsische Gartenakademie, die direkt neben dem „Park der Gärten“ beheimatet ist und eng mit der Einrichtung kooperiert, bietet Beratungen, Seminare, Vorträge, Garten- und Betriebsbesichtigungen sowie Gartenfahrten an. Wichtiger Bestandteil ist der bäuerliche Nutzgarten im „Park der Gärten“. Hier fließe die ganze Erfahrung der Akademie in die Praxis ein – „und hier darf es nützlich und dekorativ sein“, sagt Erika Brunken.

Admiral auf Kissenaster

So haben am Ende Tiere und Menschen etwas von dem neuen Gartentrend. „Blumengärten sind Insektenmagneten“, so die Expertin: „Und in unserer reizüberfluteten Welt freuen sich immer mehr Menschen, wenn sie in ihrem Garten zur Ruhe kommen können und ihnen dabei Vögel und Schmetterlinge Gesellschaft leisten.“

Beratungen am Gartentelefon: Jeden Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Tel. 04403/983811

Beratungsstand im „Park der Gärten“: Jeden Donnerstag, Sonntag und Feiertag von 13 bis 16 Uhr.

Das Seminarprogramm der Niedersächsischen Gartenakademie

das rät die Expertin

Für einen insektenfreundlichen Garten hat Erika Brunken folgende Tipps:


 Blüten von Frühjahr bis Herbst
 Flache Wasserstellen anlegen
 Keine Pflanzenschutzmittel einsetzen
 Organischen Dünger und Mulch verwenden
 Licht nur über Bewegungsmelder
 Artenvielfalt fördern
 Beet, Obstwiese, Blumenwiese und Blühstreifen anlegen
 Nistmöglichkeiten für Insekten schaffen mit Totholz, Trockenmauer, Sandflächen und nicht versiegelten Fugen
 Stauden erst im Frühjahr zurückschneiden, Samenstände und Stängel dienen als Unterschlupf
 Mal eine Rasenfläche nicht mähen und blühen lassen
 Kräuter blühen lassen

Insektenmagneten:
 Frühblühende Stauden: Wildkrokusse, Lungenkraut, Polsterphlox, Steinkraut, Polsterglockenblume
 Sommerstauden: Kugeldisteln, Engelwurz, Fenchel, Salbei, Dost, Lavendel
 Herbststauden: Fette Henne, Japan-Anemone Sonnenauge, Astern
 Gehölze: Winterheide, Blutpflaume, Vogelkirsche, Zieräpfel, Obst, Bartblume, Heide, Linden, Efeu, Salweide, Weißdorn


     www.nds-gartenakademie.de 
Ulrich Schönborn stv. Chefredakteur / Chefredaktion
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