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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Landwirtschaft

Ökologischer Landbau hat viele Vorteile

27.02.2019

Braunschweig Der ökologische Landbau hat gegenüber der konventionellen Landwirtschaft erhebliche Vorteile für Umwelt und Gesellschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Braunschweiger Johann Heinrich von Thünen-Instituts, eine Bundesforschungseinrichtung. Ausgewertet wurden 528 wissenschaftliche Veröffentlichungen zu den Themen Wasserschutz, Bodenfruchtbarkeit, biologische Vielfalt, Klimaschutz und -anpassung, Ressourceneffizienz und Tierwohl.

„Die Ergebnisse verdeutlichen, dass dem Ökolandbau ein hohes Potenzial zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser zuzuschreiben ist. Positiv wirkt sich der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel aus. In den ausgewerteten Untersuchungen verminderte eine ökologische Bewirtschaftung zudem die Stickstoffausträge im Mittel um 28 Prozent“, so die Autoren.

Vorteile der ökologischen Wirtschaftsweise würden sich auch bei der Bodenfruchtbarkeit zeigen. Die Häufigkeiten und Biomassen von Regenwurm-Populationen waren hier im Mittel um 78 Prozent bzw. 94 Prozent höher. Außerdem führte die ökologische Wirtschaftsweise im Oberboden zu einer geringeren Versauerung.

Dass sich der Ökolandbau positiv auf die Biodiversität auswirkt, sei für die untersuchten Artengruppen eindeutig belegbar, heißt es in der Studie. So war die mittlere Artenzahl der Ackerflora um 95 Prozent höher, die der Feldvögel um 35 Prozent und die der blütenbesuchenden Insekten um 23 Prozent.

Weniger eindeutig sei der Beitrag des ökologischen Landbaus zum Klimaschutz. Durch eine höhere Kohlenstoffspeicherungsrate und verminderte Lachgasemissionen emittieren Ökobetriebe zwar weniger CO2-‐Äquivalente pro Hektar und Jahr. Das würde aber kompensiert durch das niedrigere Ertragsniveau im Ökolandbau.

Die Studienergebnisse unterstreichen zudem, dass der ökologische Landbau zur Erosionsvermeidung und zum Hochwasserschutz beitragen kann. Der Humusgehalt war im Ökolandbau im Mittel 26 Prozent höher. Insgesamt seien Oberflächenabfluss und Bodenabtrag geringer.

Der sparsame Ressourcenverbrauch im Ökolandbau spiegele sich u.a. in der Stickstoff- und Energieeffizienz wider. In beiden Bereichen erwies sich der ökologische Landbau als vorteilhafter, heißt es. Im Pflanzenbau war die Stickstoffeffizienz im Mittel um zwölf Prozent, die Energieeffizienz um 19 Prozent höher als im konventionellen Landbau.

Kein klares Bild zeigte sich hingegen beim Tierwohl. Bei der Tiergesundheit seien keine grundlegenden Unterschiede festzustellen. „Das Management scheint hier entscheidender zu sein als die Wirtschaftsweise“, schreibt das Thünen-Institut.

Im Gesamtergebnis zeigt die Thünen-Studie, dass der ökologische Landbau gegenüber dem konventionellen Landbau das nachhaltigere Landnutzungssystem ist mit größeren Potenzialen für Umwelt und Gesellschaft.

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