• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Landwirtschaft

Tierwohl In Niedersachsen: Land lässt die Sau raus

07.09.2017

Hannover Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) lässt die Sau raus – und nicht nur die. Prämienanreize in Millionenhöhe machen den Weg frei für Rinder, Schafe und Ziegen für ein Leben draußen. Das Ziel: Niedersachsen als Tierschutzland Nummer eins in Deutschland zu etablieren.

Landwirte erhalten ab sofort 150 Euro pro Sau, wenn die Muttertiere nicht mehr in engen Kästen, sondern mit mehr Bewegungsfreiheit gehalten werden. „Wir beenden ein nicht tiergerechtes System. Denn eine Muttersau muss sich fast die Hälfte ihres Lebens mit einem Kastenkäfig abfinden, in dem sie sich weder drehen noch ausreichend um die Ferkel kümmern kann“, betont Meyer. Und wenn bei Ferkeln die Schwänze dranbleiben, lockt eine Ringelschwanzprämie in Höhe von fünf Euro pro Tier.

Gleich 30 Millionen Euro nimmt der Agrarminister für ein Weideprogramm ab 1. Januar 2018 in die Hand. „Das Land wird eine Tierschutzprämie bieten für weidende Kühe, Schafe und Ziegen“, kündigt Meyer an. Dabei werden weidende Rinder auf der Wiese mit 60 Euro, weidende Schafe und Ziegen mit 20 Euro honoriert.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Niedersachsens Weg der sanften Agrarwende“, so Meyer, schlägt sich auch beim Geflügel nieder: Jede zweite Freiland- oder Bio-Henne lebt – deutschlandweit gesehen – schon in Niedersachsen. Und seit Jahresanfang ist das Schnäbelkürzen grundsätzlich verboten. „Mehr als 19 Millionen Hennen leben nun so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist“, freut sich Meyer, der mit Stolz darauf verweist, dass von den 46 Punkten des niedersächsischen Tierschutzplans, von Amtsvorgänger Gert Lindemann (CDU) entworfen, 45 Punkte umgesetzt wurden.

Die CDU sieht keinen Grund zum Jubel. „Die Bereitschaft von Landwirten, Ställe umzubauen und in Tierwohl zu investieren, ist sehr hoch“, bestätigt der Agrarexperte Helmut Dammann-Tamke: „Aber von Meyer werden diese Landwirte nicht unterstützt.“ Ein Investitionsprogramm sei „massiv gekürzt“ worden.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
Rufen Sie mich an:
0511/1612315
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.