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Französischer Investor steigt bei EWE ein
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Aktualisiert vor 13 Minuten.

Oldenburger Energiekonzern
Französischer Investor steigt bei EWE ein

NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Landwirtschaft

Dürre treibt mehr Landwirte in die Insolvenz

22.11.2019

Oldenburg Nach der starken Dürre im Sommer 2018 sind in diesem Jahr mehr landwirtschaftliche Betriebe in die Insolvenz geraten als im Vorjahr. Zwischen Januar und Oktober meldeten 114 Unternehmen Zahlungsunfähigkeit an, wie die Wirtschaftsauskunftei Crif Bürgel am Donnerstag mitteilte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten sich 92 Betriebe insolvent gemeldet.

Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 260 000 landwirtschaftliche Betriebe, wie der Deutsche Bauernverband mit Stand 2017 schreibt. Auf Nachfrage unserer Zeitung gab Crif Bürgel bekannt, dass in Niedersachsen 23 Unternehmen betroffen waren – der Höchstwert aller Bundesländer. In Bremen und Hamburg meldete je ein Betrieb Insolvenz an.

Konkrete Zahlen für den Nordwesten wurden nicht erhoben, auch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen erfasst diese nicht. Bei Problemen steht die sozio-ökonomische Beratung der Kammer den Betrieben zur Seite: „Wenn sich die Menschen vor einer drohenden Insolvenz melden, können wir einen Fahrplan erstellen und eine Perspektive für die Betriebe und deren Familien erstellen“, sagt Beratungsleiterin Anne Dirksen.

Vor allem Betriebe, die Land pachten, seien gefährdet: „Das Pachtniveau steigt, viele haben sich auch immer noch nicht von dem schlechten Milchpreis vor ein paar Jahren erholt, dazu kamen nun zwei Dürrejahre. Ein Pachtbetrieb ohne Sicherheiten kann das nicht lange durchhalten“, erklärt Dirksen.

Crif-Bürgel-Chefin Ingrid Riehl sprach von einem „sprunghaften Anstieg“ der Insolvenzen. Als Grund dafür nannte sie die Dürre im Sommer 2018. Nach Angaben des Bundesagrarministeriums waren betroffenen Bauern bis Mitte August 228 Millionen Euro staatliche Nothilfe ausgezahlt worden.

Laut Deutschem Bauernverband hat sich die deutsche Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Es gebe einen Strukturwandel hin zu weniger, aber größeren Unternehmen. Die Zahl der Betriebe habe zwischen 2007 und 2017 um 51 800 auf 269 800 abgenommen. „Ein wesentlicher Taktgeber für den Strukturwandel“ sei dabei der Generationswandel „in der vornehmlich durch Familienbetriebe gekennzeichneten Landwirtschaft“, schreibt der Bauernverband.

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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