Lastrup - Er riskierte im September 2013 seine Gesundheit für das Wohlergehen eines jungen Mannes, den er nicht einmal kannte. Am Freitag hat der Lastruper Bürgermeister Michael Kramer (CDU) den Halener Matthias Pendola für seinen Mut mit der Niedersächsischen Rettungsmedaille geehrt. Auch die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta zeichnete ihn bei einer Feierstunde im Rathaus Lastrup aus. Walter Sieveke, stellvertretender Inspektionsleiter, würdigte den 24-jährigen Techniker mit dem Preis für Zivilcourage.

Im September vergangenen Jahres hatte Pendola die Lastruper Feier „Rund ums Rathaus“ besucht. Plötzlich sah er nach eigenen Worten einen handgreiflichen Streit auf dem Gelände. Vier junge Männer traten und schlugen auf eine Person ein. „Der Mann war schon bewusstlos und lag hilflos auf dem Boden. In dem Moment war mein einziger Gedanke, diesem Mann beiseite zu stehen.“ Er habe einen der jungen Schläger weggeschubst und versucht, den Angriff zu stoppen. Diese hätten nicht aufgehört. Schlimmer, sie hätten sogar auch ihn geschlagen. Trotzdem konnte der Halener die Angreifer in Schach halten, bis die Polizei kam. Der Geehrte zog sich bei der couragierten Aktion einen Bruch des Nasenbeins zu und kam ins Krankenhaus.

Sieveke lobte Pendola als einen Menschen, „dessen Mut viele Bürger nicht haben. Ohne seine Hilfe hätte das Opfer vielleicht sterben können. Das haben die Befunde aus dem Krankenhaus ergeben.“

Die Täter wurden zwischenzeitlich gefasst. Die Ermittlungen laufen noch.

Christoph Tapke-Jost