Lastrup - „Lass ihn doch noch einmal durch die Röhre krabbeln“, baten die Kinder immer wieder, wenn der Teckel durch die Röhren in den Fuchsbau krabbelte, um ihn zu sprengen und die Beute herauszuholen. Aber nicht nur vom Sprengen waren die mehr 90 Jungen und Mädchen im Grundschulalter begeistert, die im Rahmen der Ferienpassaktion zu Gast beim Hegering Lastrup sein durften.
„Mit dem Jäger ins Revier“ lautete der Titel der Veranstaltung – und das wurde wörtlich genommen. Am Treffpunkt beim Dorfgemeinschaftshaus in Schnelten gaben die Jagdhornbläser des Hegerings Lastrup das Startzeichen. Dann ging es mit den vier Jagdwagen ins Revier.
Acht Stationen
Dort hatten die Jäger gleich acht verschiedene Stationen aufgebaut, um die Jungen und Mädchen an die Natur heranzuführen. „Denn wer die Natur nicht kennt, kann sie später auch nicht schützen. Die Kenntnisse über die heimische Tier- und Pflanzenwelt werden immer geringer“, weiß nicht nur der Organisator dieser Ferienveranstaltung, Bernd Böckmann. So durften die Grundschulkinder nicht nur „niedliche“ Hundewelpen füttern und streicheln, sie lernten auch vieles über die professionelle Arbeit mit dem Jagdhund. So durften sie zum Beispiel einen Hund führen und ihm Kommandos geben.
Aber die Natur ist deutlich vielfältiger, wie die Lastruper Jäger den Kindern zu vermitteln versuchten. So sollten die Kids zum Beispiel auch Gehörne, Geweihe, Decken und Bälge kennen und unterscheiden lernen. „Sind die Tiere echt?“ fragten einige Kinder beim Anblick verschiedener Tierpräparate. Nur vorsichtig wagten sie es, einen Raubvogel oder einen Fuchs zu streicheln. In der rollenden Waldschule demonstrierte Dirk Albers anhand von Tierpräparaten und Informationstafeln die Lebensweise der heimischen Wildtiere.
Schießübungen
Besonderen Spaß hatten die Kinder dann, als sie vom Hochsitz aus die Natur beobachten durften oder mit dem Bogen Schießübungen veranstalten konnten.
Alle Teilnehmer wurden nach einer Stärkung mit dem Kinder-Jagdschein und einem Lern-Malbuch zu den heimischen Tierarten belohnt. „Die Welpen waren so süß, aber ich habe auch viel über Tiere gelernt. Es war ganz toll“, freute sich Julia. „Nächstes Jahr mach ich wieder mit“, zeigte sich ihre Freundin fest entschlossen.
