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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Lastrup

Neue Arzt-Modelle für Lastrup

14.01.2020

Lastrup Von akuter Unterdeckung bei der hausärztlichen Versorgung möchte Bürgermeister Michael Kramer nicht sprechen. Noch praktizieren in Lastrup nämlich drei Allgemeinmediziner. „Aber auch bei den Lastruper Ärzten schreitet das Alter voran, und sie müssen ihre Nachfolgeregelung bedenken“, sagt der Verwaltungschef. Er sieht auch die Kassenärztliche Vereinigung in der Pflicht, sich über die Versorgung und über neue Modelle zur ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum Gedanken zu machen.

„Die Ärzteversorgung ist Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung. Deshalb muss sie mit den Ärzten nach Lösungen suchen und Initiativen ergreifen. Wenn Vorschläge kommen, bin ich gern bereit, zusammen mit der Kommune unterstützend tätig zu sein“, sagt Kramer. Dieser großen gesellschaftlichen Aufgabe könne man sich nicht entziehen.

„Ich habe vor einiger Zeit mit den drei in Lastrup praktizierenden Hausärzten Gespräche über die zukünftige Entwicklung geführt. Dabei zeigten sie sich teilweise sehr bemüht, eine bedarfsgerechte Nachfolgeregelung zu finden. Sie sind auch teilweise bereit, Lösungen, wie Kooperationen oder Gemeinschaftspraxen oder Ärztehäuser, mitzutragen. Aber natürlich sagt niemand, wann er den Schlüssel umdreht“, sagt Kramer. Hier müsse die Kassenärztliche Vereinigung nach Lösungen suchen. Ein schematisches Denken, den Bedarf lediglich an der Einwohnerzahl zu messen, hält Kramer nicht für hilfreich. „Aber ich glaube, da hat schon ein leichtes Umdenken stattgefunden.“

Der Bürgermeister kritisiert dabei auch die Studienanforderungen. Es müsse nicht deshalb jemand ein guter Arzt sein, weil er eine Abiturnote von 1,0 als Numerus clausus vorweist. Zulassungsprüfungen mit medizinischen Kriterien seien hilfreicher, glaubt Kramer.

Jungen Ärzten immer mehr Geld oder komplett eingerichtete Praxen zur Verfügung zu stellen, um sie in die Gemeinde zu locken, sei nicht der Königsweg. Viele junge Ärzte möchten Beruf und Familie vereinbaren können oder einen halbwegs geregelten Tagesablauf haben. Deshalb sei für sie eine eigene Landpraxis nicht unbedingt erstrebenswert. Neue Modelle, wie Gemeinschaftspraxen oder Ärztehäuser, in denen auch Fachärzte einige Sprechstunden anbieten könnten, müssten geschaffen werden.

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