Leer - Die Finger werden beschäftigt und die Patienten kommen zur Ruhe und erfahren ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit: Nesteln ist ein typisches Verhalten in der fortgeschrittenen Phase einer Demenzerkrankung. Die Nesteldecken für das Borromäus Hospital Leer, die seit Jahren von den Frauen der Kreativgruppe des Landfrauenvereins Overledingermarsch genäht werden, sind ganz vielfältig und kreativ gestaltet.
Bis zu vier Stunden Arbeit
Mittlerweile fertigten die Landfrauen für das „Borro“ insgesamt 731 Herzkissen für Brustkrebspatienten, 212 Nesteldecken und 103 Nestelkissen für an Demenz erkrankte Menschen.
Insgesamt besteht die Nähgruppe des Landfrauenvereins Overledingermarsch aus neun Frauen. Da die Nesteldecken aufwendig und komplex sind, haben sich drei der Frauen besonders auf deren Herstelllung spezialisiert. „Für eine Nesteldecke benötigen die Frauen jeweils rund drei bis vier Stunden“, berichtet Antje de Vries. Diese Decken sind in Patchwork gearbeitet und mit Knöpfen, Ösen, Reißverschlüssen, Schnallen und Kordeln versehen, die zum Fühlen, Berühren und Drücken einladen.
Die handgemachten Aufmerksamkeiten werden den Patientinnen und Patienten im Borromäus Hospital geschenkt. Dabei ist die Kreativgruppe zur Materialbeschaffung auf Spenden, wie Knöpfe, Schnallen oder Stoffe, angewiesen. Interessierte können dazu Kontakt mit dem Landfrauenverein aufnehmen unter Telefon 04955/1761.
