BERLIN - BERLIN/DPA - Ein Sextett hat den erstmals geteilten Doppel- Jackpot von einer Million Dollar (830 000 Euro) der Golden League geknackt. Drei Leichtathleten feierten beim 65. Internationalen Stadionfest (ISTAF) in Berlin sogar ihren sechsten Sieg in Serie und kassierten für den „Durchmarsch“ jeweils 249 999 Dollar: 100-Meter-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika), 400-Meter-Olympiasieger und Weltmeister Jeremy Wariner sowie Sanya Richards (beide USA) blieben nach ihren Glanzvorstellungen von Oslo, Paris, Rom, Zürich und Brüssel auch im Berliner Olympiastadion ungeschlagen.

Weltrekordler Kenenisa Bekele (Äthiopien) über 5000 Meter, Weitspringer Irving Saladino (Panama) und die erstmals geschlagene 5000-Meter-Weltmeisterin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) sind nach fünf Siegen immerhin um 83 333 Dollar reicher. „Ich bin sehr zufrieden mit der diesjährigen Golden League. Das waren großartige Meetings. Im nächsten Jahr werden wir für den Jackpot den gleichen Modus anwenden“, kündigte der Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, Lamine Diack (Senegal), noch während der Veranstaltung vor 48 112 Zuschauern im Berliner Olympiastadion an.

Bei der Finalstation der Super-Serie konnten sich auch deutsche Athleten in Szene setzten. Allerdings gab es nur einen Sieg für die Gastgeber: Diskuswurf-Weltmeisterin Franka Dietzsch (Neubrandenburg) gewann mit 64,47 Meter gegen Europameisterin Darja Pischalnikowa (Russland/62,17 m). Nur um acht Zentimeter verlor Speerwerferin Steffi Nerius (Leverkusen/64,22 m) die EM-Revanche gegen die Tschechin Barbora Spotakova. 10 000-Meter-Europameister Jan Fitschen (Wattenscheid) musste sich über 3000 Meter mit Platz sechs begnügen.

Bereits am Sonnabend hatte sich die EM-Zweite im Hürdensprint, Kirsten Bolm (Mannheim), den Jackpot von 50 000 Euro im DKB-Cup für vier Siege gesichert. Stabhochspringer Tim Lobinger (Köln) war trotz 5,80 m nach einer Niederlage gegen Björn Otto (Uerdingen), der mit 5,85 m eine persönliche Bestleistung sprang, ausgeschieden.