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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Frauen räumen Medaillen ab

11.08.2018

Berlin „Ladies Night“ in Berlin: Angeführt von Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong haben vier starke Leichtathletinnen die deutsche Medaillenjagd bei der Heim-EM spektakulär fortgesetzt. 24 Stunden nach dem Doppelsieg der Männer gelang auch Hussong ein goldener Traumwurf. Silber holte Kristin Gierisch im Dreisprung, über Bronze freuten sich Marie-Laurence Jungfleisch im Hochsprung und Siebenkämpferin Carolin Schäfer.

Die Vize-Weltmeisterin aus Frankfurt vergoss nach ihrem Lauf über 800 Meter Freudentränen. Schäfer dachte aber auch an ihre beiden Teamkolleginnen Louisa Grauvogel und Mareike Arndt, die vor der letzten Disziplin in einen Autounfall verwickelt waren und nicht mehr antreten konnten. „Es ist ein schlimmes Gefühl, wenn man hier zwei Tage durchsteht und dann so etwas passiert. Die Medaille teile ich mit euch!“, sagte Schäfer.

Die 21-jährige Grauvogel (Saarbrücken) und ihre fünf Jahre ältere Teamkollegin Arndt (Leverkusen) befanden sich nach der Morgensession auf dem Weg vom Olympiastadion ins Hotel, als sich der Unfall ereignete. Idriss Gonschinska gab am Abend „erste Entwarnung. Es liegen keine nachhaltigen oder schwerwiegenden Verletzungen vor“, sagte der DLV-Sportdirektor und gab zu: „Wir waren zunächst geschockt.“

Schäfer ließ sich davon allerdings zumindest nichts anmerken und verteidigte ihren dritten Platz mit 6602 Punkten erfolgreich gegen Titelverteidigerin Anouk Vetter (Niederlande). Gold ging an Weltmeisterin und Olympiasiegerin Nafissatou Thiam aus Belgien (6816) vor der Britin Katarina Johnson-Thompson (6759). „Es gibt nichts Schöneres, als mit einer Medaille aus diesem Stadion nach Hause zu fahren“, sagte Schäfer.

Hussong (Zweibrücken) gelang ihr Traumwurf über 67,90 Meter bereits im ersten Versuch. Nach Gold und Silber für Thomas Röhler und Andreas Hofmann am Donnerstag war es das dritte Edelmetall für die alles überragenden deutschen Speerwerfer. Hussong ist mit ihrem Wurf nun die drittbeste deutsche Speerwerferin der Geschichte.

„Ich wusste, wenn ich super drauf bin, kann ich um eine Medaille mitwerfen. Aber dass es Gold wird, kann ich kaum glauben. Gestern hab ich schon Lust bekommen, auch auf dem Treppchen zu stehen. Dass ich es mache wie Thomas, ist umso schöner“, sagte Hussong.

Gierisch (Chemnitz) gewann die erste Medaille einer deutschen Dreispringerin bei einer großen Freiluft-Meisterschaft, die 27 Jahre alte Hallen-Europameisterin musste sich mit persönlicher Bestleistung von 14,45 Metern nur der Griechin Paraskevi Papahristou (14,60) geschlagen geben. „Im ersten Versuch ist untypisch für mich, aber einer reicht ja“, sagte sie.

Hochspringerin Jungfleisch (Stuttgart) überquerte 1,96 Meter ohne Fehlversuch, besser waren nur die als neutrale Athletin startende russische Weltmeisterin Marija Lassizkene sowie die zweitplatzierte Bulgarin Mirela Demirewa (beide 2,00).

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