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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Harting verlässt Bühne mit Platz zwei

03.09.2018

Berlin Basketball-Superstar LeBron James brachte zur Party ein Trikot der Los Angeles Lakers mit, 45 000 Zuschauer tobten auf den Rängen des Olympiastadion: Robert Harting (33) feierte beim ISTAF in seinem Wohnzimmer zum Abschluss einer grandiosen Karriere noch einmal ein Fest und legte mit Rang zwei und einer Weite von 64,95 Metern in seinem allerletzten Wettkampf ein starkes Ergebnis hin.

Dass ausgerechnet sein 27-jähriger Bruder Christoph (65,67), zu dem der scheidende Held ein angespanntes Verhältnis hat, zum Abschluss gewann, dürfte Robert Harting an diesem Tag nicht mehr sonderlich gestört haben. „Ich bin extrem überwältigt. Ich habe mir immer gewünscht, dass ich bei meinem Abschied nicht so weit weg bin von zu Hause“ sagte der ältere der Harting-Brüder.

LeBron James, der für einen Sponsor auf Werbetour in Berlin war, verfolgte die Wettkämpfe aus der ersten Reihe. Auch dem US-Star wurde vorher gesagt, dass er einem historischen Moment beiwohnte. In Robert Harting trat der erfolgreichste deutsche Leichtathlet der vergangenen zehn Jahre ab: Olympiasieger, dreimal Weltmeister, zweimal Europameister.

Die weiteren deutschen Starter trugen zum Gelingen der Party bei. Senkrechtstarterin Gina Lückenkemper (Leverkusen) stürmte nach Bronze und Silber bei der EM erneut aufs Podium und wurde über 100 Meter in 11,18 Sekunden beim Sieg von Marie-Josee Ta Lou (Elfenbeinküste/11,08) Dritte. Anschließend führte Lückenkemper die 4x100-Meter-Staffel zum Sieg (42,98 Sekunden).

Auch im Hürdensprint zeigten die deutschen Frauen ihre augenblickliche Klasseform. Die WM-Dritte Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) lief in 12,73 Sekunden auf Rang zwei und musste sich nur der US-Amerikanerin Christina Manning (12,72) geschlagen geben. Cindy Roleder (Halle/Saale) stellte als Dritte ihre Saisonbestleistung (12,77) ein.

Die deutschen Speerwerfer gaben wieder einmal eine Kostprobe ihrer internationalen Extraklasse und überzeugten mit einem Dreifach-Triumph. Olympiasieger und Europameister Thomas Röhler (Jena) gewann mit 86,50 Metern. Zweiter wurde Julian Weber (Mainz/85,54), Platz drei ging an Vize-Europameister Andreas Hofmann (Mannheim/85,09). Für Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko erfüllte sich der Wunsch vom Sieg nicht. Der Leverkusener landete mit 2,28 Metern auf dem zweiten Platz. Es siegte der Weißrusse Maxim Nedasekau (2,30), der sich bei der EM hinter Przybylko mit Silber begnügen musste.

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