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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Deutscher Behindertensport verliert Sympathieträger

21.08.2018

Berlin Der letzte Sprung wird alles ändern. Ein Zurück gibt es nicht. Der Wettkampf, der Alltag an der Seite anderer Athleten, „all das wird mir fehlen“, sagt Heinrich Popow . Über Jahre prägte der Paralympics-Sieger den deutschen Behindertensport. Sein kritischer Geist sowie die offene und humorvolle Art sind die Markenzeichen des Erfolgssportlers.

Bei der Para-Leichtathletik-EM in Berlin (20. bis 26. August) bestreitet der herausragende Sprinter und Springer an diesem Dienstag im Weitspringen den letzten Wettkampf seiner Karriere. „Es wird richtig schwer. Ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehen werde“, sagt der 35-Jährige, dem mit neun Jahren nach einem Tumor das linke Bein bis zum Oberschenkel amputiert wurde.

„Da tritt ein ganz, ganz Großer ab“, sagte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS). Popow, fügt der 72-Jährige hinzu, habe den Sport über Jahre mitgeprägt.

Beucher verliert im Athleten Popow einen Werbeträger. Auf seine Stimme will der Funktionär nicht verzichten. Popow, so die Hoffnung, soll sich künftig in anderer Rolle im Verband verdient machen. Popow ist grundsätzlich nicht abgeneigt. Bedingungen stellt er dennoch. „Es muss eine Rolle sein, bei der ich etwas bewirken kann“, sagt er, „ich will nicht, dass die politische Korrektheit im Vordergrund steht.“ Politisch korrekt war er nie. Missstände sprach Popow stets direkt an. „Ich war nicht immer nur der Nette“, sagt er, „ich habe mich aber manchmal gefragt, ob ich nicht zu viel Stunk mache.“

Offensichtlich nicht: Bei der EM-Eröffnungsfeier im Jahn-Sportpark am Montag führte Popow das deutsche Team als Fahnenträger an.

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