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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Leichtathletik-Team kehrt mit drei Medaillen zurück

05.03.2018

Birmingham Silber für Kugelstoßer David Storl, Bronze für Hochspringer Mateusz Przybylko und Weitspringerin Sosthene Moguenara: Das kleine deutsche Leichtathletik-Team hat sich bei den Hallen-Weltmeisterschaften wacker geschlagen, auch wenn sich in Birmingham nicht alle Medaillenhoffnungen erfüllten. Abgerechnet wird in diesem Jahr ohnehin erst nach der Heim-EM vom 7. bis 12. August in Berlin. Dann wollen auch die starken Werfer und Stoßer um Speer-Weltmeister Johannes Vetter und die Diskus-Asse Christoph und Robert Harting in Bestform sein.

Zum WM-Auftakt hatte sich Przybylko überraschend Bronze geschnappt, Storl setzte mit Silber ein unverhofftes Glanzlicht, und auch Moguenara enttäuschte als Dritte in einem Super-Feld nicht. Die 28-jährige Olympia-Zehnte aus Wattenscheid kam im zweiten Versuch auf 6,85 Meter und musste sich am Ende nur Weltmeisterin Ivana Spanovic aus Serbien (6,96 Meter) und der US-Amerikanerin Brittney Reese (6,89) geschlagen geben.

„Ich bin einfach nur glücklich, dass ich meine Medaille habe. Das ist genau das, was ich mir so lange gewünscht habe“, sagte Moguenara. Die bislang letzte deutsche Medaillengewinnerin im Weitsprung bei einer Hallen-WM war 1995 Susen Tiedtke-Greene mit Bronze.

Stabhochspringer Raphael Holzdeppe wurde in der letzten von 26 WM-Entscheidungen mit 5,80 Metern Fünfter. Zehn Zentimeter mehr benötigte Weltrekordler Renaud Lavillenie zur Titelverteidigung: Mit 5,90 Metern gewann der Franzose Gold vor dem Amerikaner Sam Kendricks und dem Polen Piotr Lisek (beide 5,85).

Zwei Youngster im 22-köpfigen deutschen Aufgebot mussten dagegen Lehrgeld zahlen: Dreisprung-Europameister Max Heß hatte Pech und wurde Elfter. Deutschlands Lauftalent Konstanze Klosterhalfen wurde über 3000 Meter Siebte. Beide sind erst 21 Jahre alt.

Zum Schluss gab es auch noch einen Weltrekord durch die polnische Männerstaffel über 4x400 Meter, die sich in 3:01,77 Minuten überraschend Gold vor dem US-Quartett sicherte. Der amerikanische Sprintstar Christian Coleman verfehlte seinen 60-Meter-Weltrekord (6,34) nur um drei Hundertstel.

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