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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Leichtathleten verpassen Titel

12.08.2019

Bydgoszcz Weitsprung-Ass Malaika Mihambo deklassierte die Konkurrenz, Kugelstoß-Mama Christina Schwanitz war im Ring nicht zu schlagen, und Hanna Klein lief über 5000 Meter allen davon. Dank geballter Frauen-Power haben Deutschlands Leichtathleten bei der Team-Europameisterschaft in Bydgoszcz den zweiten Platz belegt. Der entthronte Titelverteidiger musste mit 317,5 Punkten nur Gastgeber Polen (345) den Vortritt lassen.

„Es hat viel Spaß gemacht. Ich freue mich, dass wir noch so weit nach vorne gerückt sind“, sagte Mihambo. Und DLV-Cheftrainer Alexander Stolpe lobte: „Das war eine große Aufholjagd.“ Nach zwei von drei Wettkampftagen hatte das Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes nur auf Rang fünf gelegen.

Das erfolgreiche Frauen-Trio erhöhte am Sonntag das DLV-Konto auf insgesamt sechs Siege. Zuvor hatten Gesa Felicitas Krause über 3000 Meter Hindernis, Diskuswerferin Claudine Vita und Speerwerfer Julian Weber für Einzelerfolge gesorgt.

Für das Glanzlicht sorgte Mihambo, die im Weitsprung mit 7,11 Metern einen überzeugenden Erfolg feierte und ihre Medaillenambitionen für die Weltmeisterschaften vom 28. September bis 6. Oktober in Doha eindrucksvoll untermauerte. „Ich denke schon, dass ich die Form halten kann, denn im Kraftbereich bin ich noch gar nicht am Maximum“, sagte die 25-Jährige.

Trotz ihres Erfolges nicht ganz zufrieden war Schwanitz, die mit 18,93 Metern knapp die 19-Meter-Marke verpasste. „Es passt technisch noch nicht. Daran arbeiten wir bis Doha“, sagte die 33-jährige Mutter von Zwillingen.

Eine gute Vorstellung lieferte Klein über 5000 Meter ab. In einem taktischen Rennen spielte die 26-Jährige ihre Stärken auf der Schlussrunde aus und lief in 15:39,00 Minuten als Erste durch das Ziel. „Das Rennen war wie erhofft nicht so schnell. Auf den letzten 300 Metern ist alles aufgegangen“, sagte Klein.

Auf Platz fünf lief am Sonntagabend die deutsche 4x400-Meter-Staffel der Frauen – allerdings ohne Ruth Spelmeyer. Die Sprinterin des VfL Oldenburg hatte bereits am Freitag im Vorlauf über 400 Meter in 53,65 Sekunden den Einzug ins Finale des Einzelwettbewerbs um knapp eine Zehntelsekunde und einen Platz verpasst.

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