DAEGU - Als sich Nadine Müller nach ihrem Silber-Coup im Diskusring mit einem Urschrei Luft machte, klingelte bei Trainer René Sack schon das Handy. Der erste Sponsor gratulierte dem glückseligen Coach, das Erfolgsduo wurde noch im Stadion von Gratulanten umzingelt. Kurz zuvor hatte Nadine Müller bei der Leichtathletik-WM in Daegu Silber und damit die erste Medaille für das deutsche Team erkämpft. Die 25-Jährige musste sich am Sonntag mit 65,97 Metern lediglich der Weltjahresbesten Li Yanfeng (66,52) aus China geschlagen geben.
Nun bin ich zufrieden, dass alles vorbei ist. Ich kann es noch nicht realisieren, sagte die deutsche Meisterin.
In der Königsdisziplin, dem Zehnkampf, gelang dem US-Amerikaner Trey Hardee die Titelverteidigung. Der 27-Jährige gewann mit 8607 Punkten. Auch das deutsche Duo erreichte am Ende gute Platzierungen: Pascal Behrenbruch zur Halbzeit nur 22. landete noch auf dem siebten Rang (8211). Jan Felix Knobel wurde Achter (8200).
Die jüngste deutsche WM-Teilnehmerin, Gesa Felicitas Krause, ist auf Anhieb ins Finale über 3000 Meter Hindernis gelaufen. In der persönlichen Bestzeit von 9:35,83 Minuten wurde die 19-Jährige Dritte in ihrem Vorlauf.
Schlechte Nachrichten gab es für 1500-Meter-Läufer Carsten Schlangen. Wegen einer Verletzung der Wadenmuskulatur musste der 30-Jährige seinen Start absagen.
Chancen auf Medaillen haben die deutschen Stabhochspringerinnen. Alle erreichten das Finale an diesem Dienstag (11.30 Uhr/ZDF). Silke Spiegelburg und Martina Strutz überquerten 4,55 Meter. Fünf Zentimeter weniger reichten für Kristina Gadschiew zum Finaleinzug.
