London - Angeführt vom unschlagbaren Markus Rehm, Gold-Lieferant Sebastian Dietz und dem neuen Prothesen-König Johannes Floors haben die deutschen Leichtathleten an einem goldenen Montag ihre Bilanz bei der Para-WM in London deutlich aufpoliert.
Prothesen-Springer Rehm (Leverkusen) siegte im Weitsprung mit 8,00 Metern auch bei seinem neunten internationalen Großereignis. Dietz (Bad Oeynhausen) gewann mit Europarekord von 15,28 Metern im Kugelstoßen und ist seit drei Jahren in Wettkämpfen ungeschlagen. Seinen ersten Einzel-Titel bei einer WM holte Johannes Floors (22/Leverkusen) in der einst von Oscar Pistorius beherrschten Klasse der Prothesen-Sprinter über 400 Meter mit Europarekord von 46,67 Sekunden. Insgesamt hatte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) nach dem vierten Wettkampftag zehn Medaillen auf dem Konto: vier goldene, drei silberne und drei bronzene.
Rehm, Schützling der früheren Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius, gewann seit seinem Debüt bei den Senioren 2011 bei allen neun internationalen Großveranstaltungen Gold. Auch der querschnittsgelähmte Dietz erwies sich wieder einmal als eine Bank für den DBS. Der 32-Jährige hatte schon bei den Paralympics 2012 und 2016 sowie den WM 2013 und 2015 den Sieg geholt.
